Griechen zahlen Corona-Strafen nicht

30. November 2020 / Aufrufe: 1.405

In Griechenland blieben 80 Prozent der jüngst wegen Verletzungen der Regeln zur Eindämmung des Coronavirus festgestellten Geldstrafen unbezahlt.

Die Angaben der griechischen Polizei (ELAS) zeigen, dass eine erhebliche Anzahl der Bürger Griechenlands die wegen einer Verletzung der Regeln zur Einschränkung des Coronavirus Covid-19 festgestellten Geldstrafen nicht bezahlt haben.

Konkret hat die Bereitschaftspolizei in dem Zeitraum ab dem 23 Oktober bis zum 25 November 2020 insgesamt rund 8.500 Strafzettel ausgestellt, von denen 80 % nicht bezahlt worden sind, während die Widersprüche bei 1.350 liegen.

Griechenlands Corona-Sünder hoffen auf Impfstoff und Amnestie

Laut der griechischen Tageszeitung TA NEA werden in den Fällen der Geldstrafen in Höhe von 300 Euro die Bürger persönlich vorstellig und berufen sich auf medizinische Probleme, während dagegen für die Geldstrafen von 5.000 Euro an Unternehmen in der Regel Rechtsanwälte die Widersprüche formulieren.

Die Angaben zeigen ebenfalls, dass 56 % der Verantwortlichen von Gastronomie-Betrieben, bei denen Übertretungen verzeichnet worden sind, seit Mai 2020 Geldstrafen von Hunderttausenden Euro nicht bezahlt haben und sich oft darauf berufen, ihnen sei nicht die erforderliche Zeit gegeben worden um sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen, oder wirtschaftliche Schwierigkeiten geltend machen.

Die Einschätzung der Zuständigen ist jedenfalls, dass die meisten entweder auf den Impfstoff warten oder glauben, es werde „Gnadenerlasse“ bezüglich der Nichtentrichtung der Geldstrafen geben. Die seit Beginn der Coronavirus-Pandemie festgestellten Geldstrafen werden auf 150.000 und die geschuldeten Beträge auf 20 Mio. Euro veranschlagt.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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