Erdbeben richtet große Zerstörung auf Samos an

31. Oktober 2020 / Aufrufe: 788

Auf der Insel Samos in Griechenland richtete am 30 Oktober 2020 ein schweres Erdbeben große Zerstörungen an.

Wenige Stunden nach dem am 30 Oktober 2020 verzeichneten Erdbeben mit einer Stärke von 6,7 Richter sprach der Bürgermeister des Gemeindeverbands Ost-Samos über die auf der Insel Samos in Griechenland herrschende dramatische Lage.

Es sei angemerkt, dass zwei 17-Jährige Gymnasialschüler zu Tode kamen, als sie nach dem (Haupt-) Beben auf dem Heimweg von einer einstürzenden Mauer erschlagen wurden, während offiziellen Angaben zufolge insgesamt weitere 19 Personen verletzt wurden.

Viele Gebäude auf Samos sind einsturzgefährdet

Der Bürgermeister des Gemeindeverbands Ost-Samos, Giorgos Stantzos, erklärte und betonte am gestrigen Nachmittag gegenüber GRTimes.gr:

Die ernsthaften Schäden, die sehr viele Wohnhäuser erlitten haben, aber auch die verzeichneten stetigen Nachbeben werden die meisten Einwohner zwingen, auf Straßen, in Parks und auf Plätzen zu übernachten. Es ist charakteristisch, dass in den letzten Stunden die Kommune Ost-Samos die Aktivitäten koordiniert, damit Zufluchtsstätten für die Leute organisiert werden, ohne dass bisher bekannt ist, wie viele Zelte nötig sein werden. Die Dinge sind sehr schwierig. Es existiert noch kein vollständiges Bild. Es gibt ganze Bauviertel, die gefährlich sind, und wir wissen noch nicht, wie viele Leute ohne Obdach blieben.

Weiter unterstrich der Bürgermeister, es gebe viele einsturzgefährdete Gebäude, aber auch viele Einstürze in bewohnten Gebieten, während auch die Schäden an Infrastrukturen groß seien. Er führte an, beispielsweise sei bei einer Turnhalle eine ganze Wand eingestürzt, an vielen Kirchen werden Schäden gefunden, eine Schule sei in der Mitte „aufgebrochen“, und betonte: „Die Katastrophe ist groß. Wir haben vielen Themen zu begegnen.

Laut Giorgos Stantzos wurde zum Zeitpunkt des Interviews von Moment zu Moment das Eintreffen der Stäbe des Zivilschutzes auf der Insel erwartet, während der Staatssekretär für Zivilschutz, Nikos Chardalias schon früher auf Samos eingetroffen war um die (besonders) problematischen Stellen in Augenschein zu nehmen. Das provisorische „Hauptquartier“ des Zivilschutzes wurde im Vorhof des Rathauses Ost-Samos eingerichtet, von wo aus alle Schritte zur Erleichterung der Betroffenen und Bewältigung der Lage koordiniert werden sollen.

(Quellen: iefimerida.gr, Medienberichte)

Kommentare sind geschlossen