Mutmaßliche Brandstifter von Moria in U-Haft

21. September 2020 / Aufrufe: 345
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In Griechenland wurden 6 der Brandstiftung im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos beschuldigte afghanische Migranten in Untersuchungshaft genommen.

Auf einstimmigen Vorschlag des Untersuchungsrichters und des Staatsanwalts Mytilini (Mytilene) wurden in Griechenland am 21 September 2020 sechs aus Afghanistan stammende Männer (vier 19-Jährige und zwei 17-Jährige) in Untersuchungshaft genommen.

Die besagten Asylanten – Migranten waren nach dem am 08 September 2020 gelegten Bränden, die das Flüchtlings- und Migranten-Lager Moria auf der Insel Lesbos völlig zerstörten, im Rahmen einschlägiger Ermittlungen identifiziert und unter den Beschuldigungen der Brandstiftung und Beteiligung an einer kriminellen Gruppe festgenommen worden.

Brandstifter von Moria plädieren auf … ethnische Verfolgung

Die Angeklagten bestritten dagegen die sie belasten Anschuldigen und vertraten mittels eines Rechtsanwalts aus Athen (!), sie seien der Aussage eines der Ethnie der Paschtunen zugehörigen Landmanns von ihnen zum Opfer gefallen, der in dem Auffang- und Identifizierungszentrum (KYT) Moria lebte und einen (persönlichen) Grund hatte, sie als Brandstifter zu präsentieren, weil sie der von den Paschtunen verfolgten ethnischen Gruppe der Hazara angehören.

In diesem Zusammenhang ist allerdings anzumerken, dass die (mutmaßlichen …) Brandstifter im Rahmen konzertierter Ermittlungen und speziell einer der beiden 17-Jährigen sogar auch in einer Videoaufnahme identifiziert wurden, die ihn zeigt, wie er am Abend des 08 Septembers 2020 im Camp Moria etliche Zelte anzündete (siehe auch Festnahmen wegen Bränden in Moria und Neue Brände in Griechenlands Flüchtlingslager Moria).

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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