Griechenland dementiert Stoltenberg

4. September 2020 / Aufrufe: 721
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Griechenland dementiert angebliche technische Gespräche mit der Türkei und betont, ohne Abzug türkischer Schiffe vom griechischen Festlandsockel werde kein Dialog erfolgen.

Die Bekanntmachung des NATO-Sekretärs Jens Stoltenberg bezüglich einer angeblichen Vereinbarung mit der Türkei, zu einem technischen Dialog über die Deeskalation der Spannung im östlichen Mittelmeer zu schreiten, wurde aus Griechenland umgehend dementiert.

Diplomatischen Quellen zufolge „entsprechen die an das Licht der Öffentlichkeit gelangten Informationen in Zusammenhang mit den angeblichen technischen Gesprächen in der NATO nicht der Realität. Jedenfalls haben wir die Absicht des Generalsekretärs der NATO vermerkt, sich dafür einzusetzen, im Rahmen der NATO Deeskalations-Mechanismen zu etablieren. Nur dass eine Deeskalation einzig und allein der sofortige Abzug aller türkischen Schiffe aus dem Bereich des griechischen Festlandsockels darstellt.

Die Kulissen hinter der Bekanntmachung Stoltenbergs

Am Morgen des 03 September 2020 postete NATO-Generalsekretär Stoltenberg auf Twitter: „Nach meinen Diskussionen mit griechischen und türkischen Führern vereinbarten die beiden Alliierten, in der NATO technische Gespräche über die Schaffung von Entlastungsmechanismen und die Reduzierung der Gefahr von Zwischen- und Unfällen im östlichen Mittelmeer aufzunehmen.

Was war es jedoch, das den Generalsekretär der NATO zu der Bekanntmachung per Twitter über eine Dialogvereinbarung zwischen Griechenland und der Türkei führte und wiederum zur umgehenden Dementierung seitens der griechischen Regierung führte?

Informationen von Dikailogitika News zufolge wurde anfänglich von dem NATO-Sekretär Jens Stoltenberg und seinen Mitarbeitern ein „Überlegungs-Bericht“ aufgesetzt. Im weiteren Verlauf wurde der Bericht an technische Stäbe in der NATO gegeben, jedoch – wie griechische Regierungsquellen beharrlich vertreten – ohne, dass jemand aus der politischen Führung informiert wurde: Weder Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos, noch Außenminister Nikos Dendias, aber natürlich auch nicht Premierminister Kyriakos Mitsotakis.

Wie sie betonen, setzt Griechenland sich an keinen Diskussionstisch, wenn die türkischen Schiffe nicht den griechischen Festlandsockel verlassen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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