Festnahmen wegen Bränden in Moria in Griechenland

16. September 2020 / Aufrufe: 569
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Mittlerweile wurden 6 der Brandstiftungen im Flüchtlingscamp Moria auf der Insel Lesbos in Griechenland beschuldigte Afghanen verhaftet.

In Griechenland sind mittlerweile insgesamt sechs Migranten wegen der Anfang vergangener Woche gelegten Brände verhaftet worden, die zur völligen Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria bei Mytilini (Mytilene) auf der Insel Lesbos führten.

Wie bekannt wurde, sind die der Brandstiftungen in Moria beschuldigten Personen allesamt junge Männer und minderjährige Halbwüchsige afghanischer Herkunft.

Festnahmen entkräften Szenarien über Extremisten

Konkret handelt es sich bei vier der festgenommenen Afghanen um junge Männer im Alter von 19 – 20 Jahren, die zeitnah auf der Insel Lesbos verhaftet wurden. Zwei 17 Jahre alte Halbwüchsige wurden dagegen nach ihrer Identifizierung auf einen von der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Mytilini ergangenen Haftbefehl schließlich auf dem griechischen Festland in Katerini und Thessaloniki festgenommen, wohin sie angesichts der Zerstörung des Flüchtlingscamps Moria zusammen mit anderen 204 unbegleiteten Flüchtlingen und Migranten gebracht worden waren.

Die Verhaftung der beiden letzten Beschuldigten wurde am 15 September 2020 in Mytilini von dem Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, persönlich bekannt gegeben, der charakteristisch erklärte: „Die Brandstifter von Moria befinden sich in Haft.“ Weiter gratulierte der Minister wegen des Festnahme-Erfolgs den Amtsträgern der ELAS auf Lesbos und konkret der Unterdirektion der Kriminalpolizei Mytilini, wobei er anmerkte, „mit den Verhaftungen werden die einschlägigen Szenarien über Extremisten entkräftet„.

Der Vollständigkeit halber sei auch auf den Beitrag Aufruhr in Moria wurde per Internet organisiert verwiesen, in dem auf die Hintergründe des Aufruhrs und der Brandstiftungen im sogenannten „Auffang- und Identifizierungszentrum“ (KYT) Moria eingegangen wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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