Erster Schritt zu Dialog zwischen Griechenland und Türkei

18. September 2020 / Aufrufe: 512

Griechenland und die Türkei befinden sich im finalen Stadium sondierender Kontakte, die 2016 abgebrochen worden waren.

Wie in Griechenland der TV-Sender SKAI berichtete, wurde in einer telefonischen Kommunikation zwischen der Leiterin Eleni Sourani des diplomatischen Büros des griechischen Premierministers, dem Sprecher Ibrahim Kalin des türkischen Präsidenten  und Merkels Berater für Außenpolitik, Jan Hecker, auch der Rahmen der Sondierungskontakte festgelegt und bezieht sich auf die Seegebiete, also die Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) und den Festlandsockel, welches Thema Griechenland im übrigen von Anfang an stellte.

In der nächsten Woche ist sogar eine weitere Kommunikation zwischen Eleni Sourani und Ibrahim Kalin wahrscheinlich, damit die letzten Details für den Beginn des 61. Zyklus sondierender Kontakte abgesprochen werden.

Erdogan … „mauert“

Es wird erwartet, dass die besagten Kontakte nach der auf den 24 und 25 September 2020 anberaumten Gipfelkonferenz bzw. Sondertagung des Europäischen Rats beginnen werden, bei der auch (eventuelle) Sanktionen der EU zu Lasten der Türkei erörtert werden sollen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich bisher seinerseits nicht offiziell auf Sondierungskontakte bezogen, jedoch in seinen Erklärungen die Möglichkeit offen gelassen, sich in einem dritten Land mit Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis zu treffen oder per Videokonferenz mit ihm zu kommunizieren.

Anderen journalistischen Quellen zufolge hatte Erdogan allerdings jüngst auch öffentlich erklärt, zwar zu einem Treffen mit Griechenlands Premierminister bereits zu sein, sich jedoch frage, was sie zu besprechen hätten … .

(Quellen: dikaiologitika.gr, Medienberichte)

  1. 19. September 2020, 15:07 | #1

    Warum sollten die Griechen Frau Merkel oder der EU trauen, im Territorialstreit mit der Türkei eine positive Rolle zu spielen?
    Frau Merkel hat mit Herrn Erdogan auch den sogenannten Flüchtlingspakt ausgehandelt, der weder positive Auswirkungen für Griechenland noch für Deutschland, den Türken aber viele Milliarden Euros ohne jede Gegenleistung brachte.
    Jeder Grieche, der alt genug ist, sollte einmal die gegenwärtige Situation Griechenlands mit derjenigen vergleichen, in der das Land sich noch nicht unter der Kontrolle Brüssels, der EZB und Berlins befand.
    Merkel kann alleine aus innenpolitischen Gründen (4 Millionen Türken in der BRD) kein Abkommen mit Erdogan abschließen, das für die Türkei unbefriedigend ist. Merkel hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie mit ihren Interventionen im Ausland riesigen Schaden angerichtet hat: Ukraine, Italien, Österreich, Griechenland, Weißrussland, usw.
    Die verehrte Frau Merkel vertritt weder die Interessen der Deutschen (ex Verfassungsrichter Rupert Scholz: „Täglicher Verfassungsbruch der Bundesregierung in der Asylpolitik!“), noch die Interessen Griechenlands, sondern einzig und allein die Interessen der NWO, die in Europa im Gewand der EU daherkommt.
    Griechenland wurde durch die Einordnung in das Euro-Währungssystem de facto seiner Souveränität beraubt und ist seit der Finanzkrise von globalistischen Institutionen wie dem IWF, der Weltbank, der EU und EZB und der WHO erpessbar. Dies sieht man jetzt besonders bei Corona, wo Griechenland die restriktivsten Maßnahmen bei den geringsten Positivzahlen in Europa angeordnet hat.
    Liebe Griechen, merkt ihr denn gar nicht wie sehr ihr hinter das Licht geführt werdet?

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