Türkei ist auf Griechenland sauer

26. August 2020 / Aufrufe: 1.144

Ein aktives Mikrofon enthüllte einen interessanten Dialog zwischen Josef Borell und Deutschlands Verteidigungsministerin über Griechenland und die Türkei.

Laut dem griechischen TV-Sender SKAI antwortete am 26 August 2020 von dem Hohen Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik gefragt, wie die Kontakte mit Athen und Ankara sich entwickelt haben, Annegret Kramp-Karrenbauer, die offensichtlich nicht wahrgenommen hatte, dass das Mikrofon eingeschaltet war: „Schwierig. Mit der griechischen Seite etwas reibungsloser, mit der türkischen Seite jedoch sehr schwierig.

Die Türken sind sehr verärgert über das Abkommen Griechenlands mit Ägypten„, lautete eine der interessanten Phrasen, die während des Dialogs zwischen dem Leiter der europäischen Diplomatie, Josef Borell, und der deutschen Verteidigungsministerin verlauteten. Was diesem jedenfalls noch größeres Interesse verleiht, wird in dem Umstand ausgemacht, dass während der Dauer des Dialogs der beiden europäischen Amtsträger über die griechisch-türkische Spannung ein Mikrofon … eingeschaltet war.

Türkei ist über Griechenlands Abkommen mit Ägypten wütend

Am gestrigen Mittwoch (26 August 2020) von Josef Borell – dem Hohen Vertreter der EU für für Außen- und Sicherheitspolitik – gefragt, wie die Kontakte mit Athen und Ankara sich entwickelt haben, antwortete die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die offensichtlich nicht wahrgenommen hatte, dass das Mikrofon eingeschaltet war: „Schwierig. Mit der griechischen Seite etwas reibungsloser, mit der türkischen Seite jedoch sehr schwierig.

Josef Borell antwortete, die Türken „sind über das Abkommen Griechenlands mit Ägypten sehr verärgert“ und „glauben, die Griechen seien nicht glaubwürdig„, worauf die deutsche Verteidigungsministerin erwiderte, „Angela Merkel wird Erdogan am Freitag unterrichten„.

Seine Beunruhigung über die im östlichen Mittelmeer inmitten der steigenden türkischen Provokationen herrschende Lage zum Ausdruck bringend begrüßte derweilen im Rahmen der formlosen Konferenz der Verteidigungsminister der EU in Berlin der Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, die vermittelnden Bemühungen Deutschlands, und erkärte:

Wir sorgen uns über die Lage im östlichen Mittelmeer. Was wir brauchen, ist eine Deeskalation, ein Dialog. Die Türkei und Griechenland sind beide seit vielen Jahren signifikante Verbündete der NATO. Und wir müssen einen Weg zur Lösung der Situation im östlichen Mittelmeer auf Basis des Geistes der Bündnissolidarität und des Internationalen Rechts finden, und ich begrüße die Bemühungen Deutschlands, zu vermitteln um einen Weg nach vorne zu finden.

Weiter führte der NATO-Generalsekretär an, „ich stehe persönlich in regelmäßigem Kontakt zu Ankara und Athen. Jüngst sprach ich mit dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis„.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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