Mythos des Medikamenten-Überkonsums in Griechenland

3. August 2020 / Aufrufe: 617

Der Konsum von Medikamenten in Griechenland liegt nahe bei oder sogar unter dem Durchschnitt der Länder der OECD.

Werden in Griechenland letztendlich zu viele oder eher wenige Medikamente konsumiert?

Die Angaben aus der Datenbank der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die für die hauptsächlichen europäischen Länder über Fakten bezüglich des Konsums von Medikamenten seit 2000 verfügt, zeigen, dass in Griechenland – abgesehen von Ausnahmen – der Medikamentenkonsum nahe bei (oder unter) dem Mittelwert der OECD-Länder liegt.

Griechenland wälzte Pharma-Ausgaben auf Industrie und Konsumenten ab

Der (angebliche) Überkonsum von Medikamenten in Griechenland ist ein Mythos, der die Gefahr birgt, auch die nicht rationale Grundlage darzustellen, auf die sich die nächsten Maßnahmen der inländischen Medikamentenpolitik stützen werden.

Am 22 Juli 2020 veranstaltete das Institut für Gesundheitsfinanzen (i-hecon) eine Internet-Pressekonferenz mit Thema „Wahrheiten und Lügen über den Medikamentenkonsum in Griechenland„, bei der Professor Giannis Kyriopoulos und der Direktor der i-hecon, Kostas Athanasakis, die Fakten einer Studie präsentierten, die das Institut bezüglich des Konsums von Medikamenten in Griechenland verwirklicht.

Der öffentliche Dialog im Thema des Medikamenten-Konsums in Griechenland ist infolge der Absenz einer zuverlässigen Quelle von eher willkürlichen Einschätzungen und demnach willkürlichen Rückschlüssen im Thema des Konsums charakterisiert. Die Festsetzung der öffentlichen Medikamentenaufwendung auf 1,945 Euro und die Etablierung der Rückerstattung (clawback) haben die Gesamtaufwendung nicht beeinflusst.

Auf Basis der verfügbaren Angaben bleiben die Verkäufe von Medikamenten seit 2009 bis einschließlich 2018 fast stabil (in Preisen des Jahres 2018 entsprechend bei 3,68 und 3,75 Mrd. Euro für 2009 und 2018). Die ergriffen Maßnahmen haben die Aufwendung auf die Industrie und den Konsumenten abgewälzt. Die von der Pharma-Industrie gezahlten Rückerstattung (clawback) haben 1 Milliarde Euro überstiegen, während die private Aufwendung für Medikamente an dem Punkt angelangt ist, 50 % der Gesamtaufwendung erreicht zu haben, gegenüber 20 % im Jahr 2009.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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