Europa-Champions bei politischer Werbung

5. August 2020 / Aufrufe: 497

Griechenlands Regierungspartei Nea Dimokratia ND figuriert in Europa bei den Ausgaben für politische Werbung bei Google auf dem zweiten Rang.

Griechenlands Tourismus bricht zusammen und zusammen mit ihm auch die griechische Wirtschaft, während die Analytiker – nicht zu Unrecht – einen Winter vorhersehen, im Vergleich zu dem selbst die „harten memorandischen Winter einem … Spaziergang ähneln werden„.

Die Unternehmensschließungen und die Welle, die – „für den Tag danach“ Dschungel-Verhältnisse gestaltend – den Arbeitsmarkt heimsucht, scheinen den Regierungsstab nicht besonders zu rühren, der sich bemüht, mit Halbmaßnahmen „Lösungen“ zu geben. Letzteres lässt sich leicht bestätigen, wenn man auf Basis der – im Nachhall des Lockdown’s – ergriffenen Maßnahmen – für die Unternehmen und deren Beschäftigte beurteilt.

Werbeetat  der ND stellt eine Schande für Griechenland dar

Und als ob all dies nicht reichen würde, wird nun enthüllt, dass der Nea Dimokratia (ND) des Kyriakos Mitsotakis eine … Auszeichnung zuteil wird – und zwar nicht auf panhellenischer, sondern auf paneuropäischer Ebene! Wie aus den von „Buy Shares“ zusammengetragenen Fakten hervorgeht, gab die ND seit März 2019 bis einschließlich Juli 2020 für politische Werbung und im weiteren Sinn die Promotion ihrer politischen Agenda bei Google 653.045 aus! Welcher Umstand sie auf paneuropäischem Niveau auf dem zweiten Platz positioniert und sich nur von den Konservativen Englands überholen lässt, da die Tories während der selben Periode entsprechend einen Betrag der Größenordnung von 1.057.479 zahlten!

Offenkundig hat jede Partei das Recht, ihre finanziellen Mittel nach Belieben zu verwenden. Im Fall der ND liegen die Dinge allerdings anders. Einerseits ist bekannt, dass die „Geldbäume“ des Herrn Stelios Petsas, also die ungleichmäßig in die Taschen „genehmer“ Medien-Mogulen geleiteten Gelder, einen bitteren Geschmack speziell auf den Lippen des „Mittelstands“ hinterließen, der im Wahlkampf vergeblich auf den Beginn eines neuen politischen Kapitels im Land setzte. Andererseits sind auch nicht leicht die von der Partei an die Banken geschuldeten Kredite zu vergessen, die – wenn auch, wie Funktionäre der ND häufig sagen, „reguliert sind“ – vielleicht zu einem gewissen Grad zügiger zu bedienen gewesen wären, wenn für die Werbung bereitgestellte Gelder stattdessen in diese Richtung gezahlt worden wären.

Für Griechenland, dessen Volk in den Jahren der Memoranden wie kein anderes geprüft wurde, stellt es also nichts als eine Schande dar, auf der Liste der fünf Länder zu figurieren, die auf europäischer Ebene 53,85 % der Werbungsausgaben kumulieren. Für die Geschichte sei jedenfalls festgehalten, dass hinter den Tories und der ND Spaniens Ciudadanos (391.605 Euro) die Triade komplettieren, während auf der vierten und fünften Position entsprechend Österreichs „Partei der Freien Demokraten“ (311.533 Euro) und die „Christlich Demokratische Union Deutschlands“ (CDU / 311.533 Euro) rangieren.

(Quelle: dimokratianews.gr)

Kommentare sind geschlossen