Spekulation mit Impfstoff gegen Coronavirus

23. Juli 2020 / Aktualisiert: 30. Juli 2020 / Aufrufe: 929
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Welche Pharmakonzerne ihren möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus COVID 19 trotz erhaltener hoher Subventionen nicht zum Kostenpreis bereitstellen wollen.

Während der Dauer einer Anhörung im Kongress der USA bestätigten jüngst die amerikanischen Firmen Pfizer, Merck und Moderna, die von ihnen eventuell hergestellten Impfstoffe gegen das neue Coronavirus Covid-19 nicht zum Kostenpreis verkaufen zu werden.

Die Gesellschaften Johnson & Johnson und AstraZeneca sagten dagegen verbindlich zu, ihre eigenen Impfstoffe in einer ersten Phase bereitzustellen, ohne einen Verdienst zu erzielen.

Merck, Moderna und Pfizer beharren trotz Subventionen auf Gewinnen

Viele Firmen haben von der amerikanischen Regierung oder anderen Ländern Zuschüsse in Höhe hunderter Millionen Dollar bekommen. Die von ihnen unterzeichneten Vereinbarungen umfassen jedoch keine Bedingungen bezüglich des Höchstpreises ihres eventuellen Impfstoffs.

Wir werden nicht zum Kostenpreis verkaufen„, antwortete der Präsident der Moderna, Stephen Hoge, auf eine ihm von einer Abgeordneten gestellte Frage. Angeblich entwickelt besagte Biotechnologie-Firma einen der am meisten fortgeschrittenen Impfstoffe. Die Tests in großem Maßstab (die sogenannte Phase 3) sollen in der nächsten Woche unter Teilnahme 30.000 Freiwilliger beginnen. Hoge meinte, die Moderna habe von Washington 483 Millionen Dollar erhalten um die Forschung und Entwicklung zu finanzieren, jedoch keinerlei Vereinbarung bezüglich der Bereitstellung des Impfstoffs in den USA unterschrieben.

Nein, wir werden nicht zum Kostenpreis verkaufen„, sagte auch Julie Gerberding von der Gesellschaft Merck, die vor – sprich bis frühestens – 2021 keinen Impfstoff fertig haben wird und ebenfalls keinen Vertrag mit der amerikanischen Regierung unterzeichnet hat.

Es ist eine außerordentliche Periode und unser Preis wird diesen Umstand reflektieren„, unterstrich John Young der Pfizer und fügte an: „Während der Dauer der Pandemie werden wir den Preis unseres eventuellen Impfstoffs unter Berücksichtigung des aktuellen gesundheitlichen Ausnahmezustands bestimmen.

AstraZeneca und Johnson & Johnson vereinbarten „Kostenpreise“

Auf der anderen Seite hat die Gesellschaft AstraZeneca, die mit der Universität Oxford zur Entwicklung eines Impfstoffs zusammenarbeitet, der sich bereits in der Phase 3 befindet, mit der „Biomedical Advanced Research and Development Authority“ (BARDA) der amerikanischen Regierung einen Vertrag in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar unterzeichnet. Auf dessen Basis wird sie auf dem amerikanischen Markt 300 Millionen Dosen des Impfstoffs zum Kostenpreis bereitstellen. Einen ähnlichen Vertrag unterzeichnete die Firma im Juni 2020 auch mit der Europäischen Union.

Die ebenfalls aus der „Operation Warp Speed“ des Weißen Hauses mit dem Betrag von 456 Millionen Dollar finanzierte Gesellschaft Johnson & Johnson wiederum gab an, aus der 1 Million Dosen, die sie während der Pandemie auf dem amerikanischen Markt bereitstellen wird, keinen Gewinn erzielen zu wollen.

(Quellen: dikaiologitika.gr, reuters.com)

  1. Christo
    23. Juli 2020, 22:39 | #1

    Die können alle ihre Giftsprizen behalten. Bis dahin ist das virus sowieso wieder mutiert. Ich bin jung und vertraue auf mein Immunsystem. Lasst euch ruhig alle weiter Panik machen mit dieser lächerlichen Grippe

  2. Dieter M.
    24. Juli 2020, 10:14 | #2

    Tja Christo, Du bist jung, aber nicht unsterblich. Und wenn du das Virus in Dir hast und Deine kranke Oma besuchst, bringst Du ihr vielleicht nicht unbedingt Deine unsterbliche Immunität mit.
    Denke also bitte nicht nur an Dich, sondern auch an Deine Mitmenschen, die Du sicher liebst und nicht verlieren möchtest.

  3. Claus
    24. Juli 2020, 13:40 | #3

    Christo:
    Die können alle ihre Giftsprizen behalten. Bis dahin ist das virus sowieso wieder mutiert. Ich bin jung und vertraue auf mein Immunsystem. Lasst euch ruhig alle weiter Panik machen mit dieser lächerlichen Grippe.

    Diese „lächerliche Grippe“ hat bereits hunderttausende Menschen das Leben gekostet und Tausende leiden unter verschiedenen schwerwiegenden Spätfolgen (Lunge, Niere, Sinneswahrnehmungen, Gehirn, …). Zu den Betroffenen zählen nicht nur vorerkrankte ältere Menschen sondern auch sehr viele junge Menschen und Sportler, die vor der Infektion gesund und munter waren. Und versuche mal den Eltern, Kindern, Verwandten und Partnern der Verstorbenen / Erkrankten zu erzählen, das sei doch alles harmlos. Ich denke, sie werden da eine etwas differenziertere Sichtweise haben. Und falls Dir das nicht reicht, schau Dir die Bilder von den leidenden Menschen auf den Intensivstationen an. Die würden Dir, wenn sie könnten, bestimmt widersprechen.

    Sicherlich kannst Du für dich entscheiden, ob Du Dich impfen lassen oder infizieren möchtest. Aber denke immer daran, dass Du als Mitmensch auch eine Verantwortung gegenüber Anderen hast. Und wenn Du bewusst eine eigene Ansteckung und damit auch die Gefahr der Ansteckung anderer in Kauf nimmst, grenzt das schon mindestens an versuchte schwere Körperverletzung, wenn nicht gar versuchten Totschlag.

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