Griechenlands Unternehmen geht Liquidität aus

5. Juni 2020 / Aufrufe: 658

3 von 10 Unternehmen Griechenlands wird infolge der Pandemie des Coronavirus COVID 19 in sechs Monaten das Geld ausgehen.

Sechs von zehn griechischen Unternehmen begegnen einem Liquiditätsproblem, mit Kassenbeständen, die ihnen den Betrieb für einen Zeitraum von weniger als 6 Monaten fortzusetzen gestatten.

Die Hälfte davon (3/10) erklären, überhaupt keine Barbestände zu haben, während nur 15 % eine sichergestellte Liquidität für einen Zeitraum von über einem Jahr haben.

Über die Hälfte der Unternehmen Griechenlands verloren Einnahmen

Die unter anderem vorstehende Schlussfolgerung ergibt sich aus einer Erhebung der Endeavor Greece, die im Zeitraum 25 – 27 Mai 2020 hinsichtlich der Auswirkungen auf die Massenmedien aus der Verhängung vorläufiger Beschränkungsmaßnahmen zur Einschränkung der Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 durchgeführt wurde. An der Untersuchung nahmen 100 Unternehmer kleiner und mittlerer griechischer Unternehmen mit hohen Wachstumsrhythmen im Jahr 2019 aus 15 verschiedenen Branchen teil.

Gemäß den Ergebnissen besagter Untersuchung stellten in dem Zeitraum der beiden letzten Monate die Hälfte der Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit teilweise oder im Fall von 13 % sogar völlig ein. 57 % der Unternehmen vermerkten einen Rückgang ihrer Jahreseinnahmen, wobei 17 % von diesen einen Rückgang in Höhe von 60 – 70 % verzeichnet haben. Trotz allem verzeichneten 24 % der Teilnehmer während der selben Periode ein Wachstum.

Griechische Unternehmen und Personalfreistellung

Mehr als die Hälfte der Firmen haben einen Teil oder die Gesamtheit ihres Personals vorläufig freigestellt. Bisher sind nur 10 % der Unternehmen zu Entlassungen und Kürzungen geschritten, allerdings wird erwartet, dass dieser Anteil signifikant steigen wird, da 30 % der Unternehmer erklären, bis Ende 2020 bei Löhnen und Personal zu Kürzungen von bis zu 20 % schreiten zu werden.

Hinsichtlich der Hilfsmaßnahmen, welche die griechischen Unternehmen zur Bewältigung der Krise zu nutzen wählen, erklärten 51 % der Unternehmen, zur Freistellung eines signifikanten Teils ihres Personals geschritten zu sein, während 35 % die Ermäßigung von 40 % ihrer gewerblichen Miete erhalten haben.

Ein Anteil von 46 % der Befragten ist zur Aufschiebung der Zahlung steuerlicher Verpflichtungen geschritten, während 55 % Maßnahmen zur Erweiterung ihrer Finanzierung gefolgt sind. 20 % der Unternehmen haben keinerlei Hilfsmaßnahme genutzt.

Pandemie beeinflusst Strategie der Unternehmen Griechenlands

Die Pandemie bestimmt erheblich auch die Szenarien neu, auf deren Basis die Unternehmen ihre strategische Planung festsetzen und verwirklichen. Detaillierter agieren 53 % der Unternehmen unter dem Szenarium, die Rezession werde sich bis Ende 2020 fortsetzen, 10 % veranschlagen bis Ende 2021 und 3 % bis 2022. 34 % funktionieren dagegen mit dem Szenarium einer Rückkehr zum Wachstum sogar auch im Sommer 2020.

Was den Zeitraum betrifft, den ihre Branche brauchen wird um sich zu erholen, glauben 27 %, sie werde sich Ende 2020 auf den Niveaus des Jahres befinden, 46 % schätzen ein, etwas solches werde im Jahr 2021 geschehen, während 17 % eine Rückkehr zur Normalität nicht vor 2022 erwarten.

Sieben von zehn Unternehmern erklären sich mit dem Automatisierungsniveau ihrer Betriebsabläufe zufrieden. In dem selben Rahmen beabsichtigt ein Anteil von über 60 %, damit zu beginnen oder fortzufahren, auch nach der Krise die Möglichkeit zur Telearbeit zur bieten. Was die Reduzierung ihrer Betriebskosten betrifft, beabsichtigen nur zwei von zehn, ihre gewerbliche Miete neu auszuhandeln oder die Kosten ihrer Geschäftsräume zu reduzieren.

Die teilnehmenden Firmen erklärten, die Bereiche, auf denen sie in der Phase des Neustarts Hilfe brauchen werden, seien (nach Priorität geordnet):

  • Strategie und Planung
  • Verständnis der Änderung des Konsumentenverhaltens
  • Verwaltung des Arbeitskräftepotentials
  • digitale Transformation
  • Senkung der Ausgaben
  • Tragfähigkeit der Lieferkette
  • Planung unternehmerischer Kontinuität

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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