Griechenland frustriert italienische Touristen

31. Mai 2020 / Aktualisiert: 31. Juli 2020 / Aufrufe: 1.689

Italienische Touristen verbittert der Beschluss Griechenlands, ihnen bis auf weiteres die Tür zu schließen.

In einem Meinungsbeitrag in der La Repubblica führte Ettore Levini an, „Die Pandemie zeichnet die Urlaubskarte in Europa neu und Italien bleibt – mit den 33.000 Todesfällen der Tage des Coronavirus als Mitschuldigen – bis auf weiteres in der zweiten Kategorie„.

Anlässlich der Veröffentlichung der Liste mit den Ländern, aus denen Griechenland ab dem 15 Juli 2020 mit Flügen zu den Flughäfen Athens und Thessaloniki Touristen akzeptieren wird, spricht der Journalist, dessen Beschwerden sich natürlich auf den Tourismus beziehen,  von einem „Krieg aller gegen alle„.

Griechenland entschied auf Basis epidemiologischer Fakten

Der italienische Journalist führt charakteristisch an, „sogar auch Griechenland, der ehemalige große Patient der kontinentalen Wirtschaft, das entschied, 29 Ländern, aber nicht uns seine Grenzen zu öffnen, schloss uns die Tür„. Dabei beruft er sich auf die Erklärungen des griechischen Tourismus-Ministers Haris Theoharis, Griechenland schreite zu allem anderen als Diskriminierungen und fasse jedwede Entscheidungen auf Basis der epidemiologischen Fakten.

Livini unterstreicht jedoch, „das Resultat ändert sich nicht„, und erklärte, dies bedeute, dass sich in zwei Wochen (sprich ab dem 15 Juni 2020) „unter dem Parthenon und auf den Inseln der Ägäis Deutsche, Österreicher, Schweizer, Dänen, Ungaren, Tschechen sowie ebenfalls die Bürger anderer 23 Länder einfinden können, die den Ausnahmezustand besser handhabten„.

Dies können jedoch weder die Italiener noch die Franzosen und auch nicht die Spanier und Engländer tun, die sich – falls sie uns zu besuchen beschließen – sofort nach ihrer Ankunft in eine 14 Tage dauernde Quarantäne zu begeben haben. „Athen drängt seit geraumer Zeit auf die Schaffung touristischer Kanäle zu Regionen, die ähnliche epidemiologische Fakten aufweisen. Und der Zug der Regierung unter Kyriakos Mitsotakis stellte den Beginn eines Wettlaufs dar, in dem Madrid und Rom im Nachteil sind.

Die Öffnung der griechischen Grenzen im Vergleich zu den Schwierigkeiten kommentierend, denen Italien in Zusammenhang mit dem Neustart des Tourismus begegnet, vertritt auch der Redakteur Francesco Merlo der La Repubblica, „es ist an der Stunde, dies einzugestehen. Wir sind an dem Umstand schuld, als die Aussätzigen Europas zu gelten. Das bedeutet jedoch nicht, die Italiener störe der Umstand, dass Griechenland uns sein Meer verbietet„.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Cource
    31. Mai 2020, 11:05 | #1

    Nanu, hat Italien etwa kein Mittelmeer? Doch, rein optisch schon, aber eben vergiftet / abgetötet durch die Nutzung des Meeres als Sondermülldeponie für alle erdenklichen Abfälle und Kontaminationen der Industrie / Landwirtschaft / Kommunen usw.

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