Coronavirus macht Griechenlands Mautstellen zu Festungen

9. April 2020 / Aufrufe: 1.659

Im Rahmen der Maßnahmen gegen das Coronavirus COVID 19 verhängte Griechenland angesichts des nahenden Osterfests noch strengere Verkehrsbeschränkungen.

Angesichts des nahenden Osterfests gab in Griechenland am 08 April 2020 der Generalsekretär für Zivilschutz, Nikos Chardalias, neue und noch strengere Maßnahmen zur Einschränkung der Ausbreitung des neuen Coronavirus COVID-19 bekannt.

Im Rahmen des Verkehrsverbots bzw. allgemeiner Verkehrsbeschränkungen wird es somit unter anderem ab dem Nachmittag des 08 April 2020 an den Mautstationen und auf allen National- und Landstraßen im ganzen Land Straßensperren und strenge Kontrollen geben.

Strenge Verkehrskontrollen in ganz Griechenland

Konkret wird die griechische Polizei sogar aus der Luft mithilfe von „Drohnen“ alle „neuralgischen“ Stellen (einschließlich diverser Umgehungsstraßen und „Schleichwege“ …) observieren und insbesondere an Mautstellen, aber auch auf dem gesamten nationalen Straßennetz alle Fahrzeuge kontrollieren. In diesem Sinn hat auch die die Hafenpolizei bereits Anweisungen erhalten und schreitet zu entsprechenden Kontrollen an allen Fährstationen.

Was Flughäfen, Häfen, Bahnhöfe und Fernbus-Stationen (KTEL) betrifft, wird nur die Bewegung der ständigen Anwohner zu ihrem auf Basis der Steuererklärung (E1) ausgewiesenen dauerhaften Wohnsitz und bis zum Auslaufen der allgemeinen Maßnahmen ohne Möglichkeit einer Rückkehr gestattet sein. Ohne „E1“ und (schriftlichen) Nachweis seines ständigen Wohnsitzes wird also niemand ein Ticket bekommen und ein- / zusteigen dürfen werden.

Von besagten Verkehrsbeschränkungen ausgenommen sind das Personal der Streitkräfte und Sicherheitseinheiten sowie auch Krankenpflegepersonal und Bedienstete des Sekretariats für Bürger- / Zivilschutz.

Griechenland versucht, seine Inseln gegen COVID-19 abzuschotten

Wie Nikos Chardalias erklärte, führt (abgesehen von im Rahmen sonstiger verwaltungs- und strafrechtlicher Bestimmungen vorgesehenen Sanktionen) „eine missbräuchliche Bewegung zu einem (‚amtlichen‘) ständigen Wohnsitz aus Freizeitgründen eine Verdoppelung der Ordnungsstrafe auf 300 Euro und die Einziehung der Kfz-Kennzeichen für 60 Tage“ herbei.

Weiter wird in Griechenland die Bewegung (Beförderung) zu und von den Inseln sowohl zu Wasser als auch per Luft bis zum 27 April 2020 ausgesetzt. Dies gilt explizit auch für den Verkehr mit privaten Beförderungsmitteln (Booten, Schiffen, Flugzeugen, Hubschraubern usw.).

Parallel wird inständig appelliert, von allen nicht unabdingbaren Bewegungen zu den Inseln abzusehen, da die lokalen Gesundheitseinrichtungen und -strukturen einer medizinischen Versorgung eventueller Corona-Fälle definitiv nicht zu begegnen vermögen.

Es sei angemerkt, dass die Einwohner der Insel Symi sich nach Rhodos begeben dürfen um eine Bank oder Apotheke aufzusuchen, für die Einwohner von Rhodos jedoch das allgemeine Bewegungs- / Verkehrsverbot gilt.

(Quellen: dikaiologitika.gr, iefimerida.gr, Medienberichte)

Kommentare sind geschlossen