Coronavirus legte in Griechenland 200000 Unternehmen lahm

22. April 2020 / Aufrufe: 697

Im Rahmen der Maßnahmen gegen das Coronavirus COVID 19 mussten in Griechenland über 200000 Unternehmen ihren Betrieb vorläufig einstellen.

Die Anzahl der Unternehmen, die in Griechenland wegen der Pandemie der Coronavirus-Krankheit auf staatliche Anweisung ihren Betrieb aussetzten und wenigstens 1.063.098 Arbeitnehmer (25,4 % der Gesamtheit) beschäftigen, wird auf 205.984 (14,6 % der Gesamtheit) veranschlagt.

Der Umsatz dieser (eine „doppelte“ Buchführung unterhaltenden) Unternehmen betrug im diesjährigen Februar 1,02 Mrd. Euro, bei einem Exportwert (jener mit einer Exportaktivität) in Höhe von 32,5 Mio. Euro.

Vorläufige Betriebseinstellungen in Griechenland wegen COVID-19

Vorstehendes geht aus den Angaben hervor, die Griechenlands Nationale Statistikbehörde (ELSTAT) nach der Kombination und Auswertung von Daten aus dem Statistischen Unternehmensregister des Jahres 2017, Verwaltungsregistern des Jahres 2019 und Verwaltungsarchiven über Geschäftsvorgänge der Jahre 2017, 2019 und 2020 der den Aktivitätszweigen zugerechneten Unternehmen bekannt gab, für die gemäß der von dem Finanzministerium veröffentlichten Liste sogenannter Aktivitäts-Codes (KAD) die (vorläufige) Betriebseinstellung gilt.

Auf Basis selbiger Angaben haben ihren Betrieb vorläufig eingestellt:

  • 179.573 Unternehmen mit jeweils 0 – 9 und insgesamt 400.899 Beschäftigten
  • 16.608 Unternehmen mit jeweils 10 – 49 und insgesamt 301.039 Beschäftigten
  • 1.302 Unternehmen mit jeweils 50 – 249 und insgesamt 118.419 Beschäftigten
  • 255 Unternehmen mit jeweils mehr als 250 und insgesamt 242.741 Beschäftigten
  • 8.246 Unternehmen mit einer unbekannten Anzahl Beschäftigter

Je Verwaltungsbezirk stellt das Bild vorläufig ihren Betrieb eingestellte habender Unternehmen (mit einem Aktivitätsbeginn bis spätestens ab dem 01/01/2018) sich folgendermaßen dar:

  • Nordmakedonien und Thrakien: 1.346
  • Zentralmakedonien: 5.131
  • Westmakedonien: 596
  • Epirus: 1.058
  • Thessalien: 1.775
  • Mittelgriechenland: 1.185
  • Ionische Inseln: 1.450
  • Westgriechenland: 1.665
  • Peloponnes: 1.590
  • Attika: 11.828
  • Nordägäis: 622
  • Südägäis: 2.596
  •  Kreta: 2.169

Auf die Gesamtheit der Unternehmen bezogen sind die Verwaltungsbezirke mit der größten Quote vorläufig stillgelegter Unternehmen jener der Südägäis (34,4 %) und der Bezirk mit der entsprechenden geringsten Quote „Peloponnes“ (10,7 %). Der Verwaltungsbezirk mit der größten Quote bei vorläufig stillgelegten Unternehmen beschäftigter Personen ist „Südägäis“ und der Bezirk mit der entsprechend geringsten Quote (20,7 %) ist „Attika“.

Die wirtschaftlichen Aktivitätszweige mit einem Anteil in Betriebsaussetzung befindlicher Unternehmen von über 80 % sind:

  • Bildung (88,8 %)
  • Unterkünfte (87,1 %)
  • Sport-, Freizeit- und Vergnügungsaktivitäten (86,7 %)
  • Gastronomie-Wesen (80,9 %)

Die Quoten bei den ihren Betrieb vorläufig eingestellt habenden Unternehmen der vorstehenden Branchen belaufen sich auf:

  • Bildung: 89,9 %
  • Unterkünfte: 94,2 %
  • Sport-, Freizeit- und Vergnügungsaktivitäten: 90,2 %
  • Gastronomie-Wesen: 89,6 %

Schließlich verfügen von der Summe der auf staatliche Anweisung vorläufig ihren Betrieb eingestellt habenden Unternehmen 3.278 Betriebe bzw. 1,6 % der Gesamtheit über Möglichkeiten zur Abwicklung „elektronischer“ Geschäftsvorgänge.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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