Griechenland ahndet asoziales Verhalten mit 5000 Euro

17. März 2020 / Aufrufe: 1.679

Die Missachtung der in Griechenland zur Einschränkung des Coronavirus angeordneten Maßnahmen wird mit einem Strafgeld von 5000 Euro geahndet.

In Griechenland fand am vergangenen Sonntag (15 März 2020) im Regierungspalast (Megaro Maximou) unter Premierminister Kyriakos Mitsotakis die Tageskonferenz bezüglich der Entwicklung der Ausbreitung des neuen Coronavirus COVID-19 und der Umsetzung der Maßnahmen zu seiner Bewältigung statt.

Spezieller sollen nach intensiver Vorbereitung ganze Flügel öffentlicher Krankenhäuser in Betrieb genommen werden, die ausschließlich für die Behandlung von Infektionsfällen mit dem Coronavirus bereitgestellt werden. Zusätzlich werden für den Betrieb der Hotline 1135 weitere 70 Personen abgestellt, die nach einer Einweisung den Bürgern zu Diensten stehen sollen.

Griechenland schottet sich wegen Coronavirus ab

Weiter wurde während der Dauer der Konferenz beschlossen:

  • Einstellung der Straßen-, Wasser- und Luftverbindungen mit Albanien und Nordmakedonien, unter Ausnahme des Warentransports und der Einreise aller die griechische Staatsangehörigkeit inne habender oder in Griechenland leben Personen.
  • Einstellung auch der Küstenschifffahrtsbeförderung von und nach Italien für Passagiere. Die Warenbeförderung wird fortgesetzt.
  • Anlegeverbot für Kreuzfahrt- und Tagesausflugsschiffe in den griechischen Häfen.
  • Einstellung der Luftfahrtverbindungen mit Spanien.
  • Es sind koordinierte Bemühungen mit ausländischen Botschaften erfolgt, damit Griechenland in den kommenden Tagen von Lagerbestände habenden Ländern mit (Atemschutz-) Masken beliefert wird.
  • Zusätzlich zu den übrigen rechtlichen Konsequenzen werden Geldstrafen gegen alle verhängt werden, die ein asoziales Verhalten zeigen, indem sie die bekannt gegebenen Maßnahmen missachten.
  • Der Betrieb der Polit- und Abgeordneten Büros der Abgeordneten der Nea Dimokratia (ND) wird eingestellt.

Premierminister Kyriakos Mitsotakis hat mit Erzbischof Hieronymos kommuniziert und ihn ersucht, die Kirchen sollen nur für die persönliche Verehrung und Zelebration der erforderlichen Mysterien mit minimalem Publikum geöffnet bleiben. Das Thema wurde bei einem außerordentlichen Konzil des Heiligen Synods am 16 März 2020 untersucht und unter anderem beschlossen, dass die Kirchen für persönliche Gebete geöffnet bleiben werden. Insbesondere ältere Leute sollen jedoch vorsichtig sein und lieber zuhause bleiben.

Ebenfalls wurden Wege zur Vermeidung des Gedränges in Supermärkten und auf Wochenmärkten erörtert. In einer Bekanntmachung lautete es: „Die Regierung ist entschlossen, welche auch immer nötigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bürger zu ergreifen. Auch die Bürger schulden, die maximale persönliche und gesellschaftliche Verantwortlichkeit zu zeigen.

Schließung touristischer Hotels und Unterkünfte in Griechenland

Schon am Vortag beschloss Griechenlands Regierung im Rahmen der außerordentlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des neuen Coronavirus auch die Schließung aller saisonalen touristischen Unterkünfte bis Ende April 2020.

Der bereits am 14 März 2020 im Regierungsanzeiger (FEK, B‘ 857) publizierte Ministerialbeschluss (KYA) verfügt „aus Gründen der öffentlichen Gesundheit das vorläufige Betriebsverbot saisonal betriebener touristischer Haupt- und Nebenunterkünfte auf dem gesamten Staatsgebiet ab dem 15 März 2020 bis einschließlich zum 30 April 2020. Was den Betrieb bei Veröffentlichung des Vorliegenden bereits in Betrieb befindlicher touristischer Unterkünfte betrifft, tritt das vorläufige Betriebsverbot am 23 März 2020 in Kraft und dauert bis zum 30 April 2020.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass besagtes Betriebsverbot nicht für sogenannte (ganzjährig betriebene) Stadthotels gilt, die allerdings den Zugang zu ihren Bars, Büfetts, Restaurants usw. strikt auf ihre Gäste zu beschränken haben.

(Quellen: news4health.gr, dikaiologitika.gr, Medienberichte)

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