Gottesdienst in Griechenland hinter verschlossenen Türen

28. März 2020 / Aufrufe: 408

Die orthodoxe Kirche Griechenlands möchte Gottesdienste hinter verschlossenen Türen zelebrieren dürfen.

Mit einem Schreiben an Kultusministerin Niki Kerameos ersucht der Heilige Synod der (Staats-) Kirche von Griechenland um die Genehmigung, die Kleriker die Gottesdienste und Sakramente hinter geschlossenen Türen abhalten zu lassen, was „maßgeblich zur Erhaltung der Gelassenheit der laizistischen Kirchenmitglieder beitragen wird„.

In dem selben Schreiben begehrt die Heilige Synode, sowohl in den Klöstern, wo die Menschen so wie so auf gemeinschaftliche Weise (eng) zusammenleben, als auch in den Kapellen der Krankenpflege-Einrichtungen die Zelebration des Gottesdiensts zu gestatten.

Genehmigung persönlicher Gebete und Grabbesuche

Ebenfalls wird die Notwendigkeit angemerkt, die Durchführung von Beisetzungen auch in Kirchen außerhalb von Friedhöfen zu gestatten, da in vielen Gebieten Griechenlands die Begräbnisstätten keine Gotteshäuser haben, während eine spezielle Bezugnahme auf die Live-Übertragung der Messen und Sakramente erfolgt.

Mit einem zweiten Schreiben an den Generalsekretär für Konfessionen, Georgios Kalantzis, verlangt der Heilige Synod, bei den ein Verlassen der Wohnungen gestattenden Gründen das – wie in dem von den Ministern für Bildung und Gesundheit erlassenen Ministerialbeschluss (KYA) beschriebene – „persönliche Gebet“ vorzusehen, während eine spezielle Bezugnahme auch hinsichtlich der Menschen erfolgt, die Gräber ihnen Nahestehender auf den Friedhöfen zu besuchen wünschen.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass in Griechenland zum Schutz der öffentlichen Gesundheit auf Beschluss der Regierung ein vorerst bis zum 30 April 2020 befristetes Verbot der (öffentlichen) Gottesdienste aller Religionen und Dogmen verfügt wurde.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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