Coronavirus: Griechenlands Banken verhängen neue Maßnahmen

27. März 2020 / Aufrufe: 1.083

Unter Berufung auf Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus schränken Griechenlands Banken sogenannte Schaltergeschäfte rigoros ein.

An seine anfängliche Bekanntmachung vom 24 März 2020 in Zusammenhang mit den Transaktionen anknüpfend, die bei Griechenlands Banken nicht (mehr) unter physischer Anwesenheit an den Schaltern der Bankfilialen durchgeführt werden dürfen, stellt der Griechische Bankenverband (HBA) Folgendes klar:

Es existiert keinerlei Beschränkung hinsichtlich der freien Barabhebungen und die Verkehrenden können von ihren Bankkonten jedwede gewünschten Beträge abheben.

Barabhebungen bis 400 Euro in Griechenland nur noch per ATM

Weiter lautet es in der neuen Bekanntmachung: „Spezieller aus Gründen der Anpassung des Bankensektors an die gesetzten Einschränkungen und aus Gründen der Bewahrung der öffentlichen Gesundheit müssen die Verkehrenden für Barabhebungen bis zum Betrag von 400 Euro täglich ihre Debitkarte nutzen. Für 400 Euro übersteigende Beträge und sofern die Verkehrenden nicht die Bankautomaten (ATMs) zu wählen wünschen, können die Anhebungen auch an den Schaltern erfolgen.

Der Griechische Bankenverband informierte das Publikum in seiner vorherigen morgendlichen Bekanntmachung über die Transaktionen, die ab dem 24 März 2020 nach der Verhängung der Maßnahme der vorläufigen Beschränkung des Verkehrs der Bürger zur Bewältigung der Verbreitungsgefahr des Coronavirus nicht in den Bankfilialen durchgeführt werden können.

Griechenlands Banken zwingen Kunden zur „Selbstbedienung“

Wie in besagter Bekanntmachung angeführt wird, „intensivieren die Mitgliedsbanken des HBA nach der Verhängung der Maßnahme der vorläufigen Beschränkung des Verkehrs der Bürger zur Bewältigung der Ausbreitungsgefahr des Coronavirus COVID-19 die Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und der Verkehrenden noch mehr„. Aus diesem Grund werden ab dem 24 März 2020 die Transaktionen in den Filialen unter physischer Gegenwart eingeschränkt und gestalten sich folgendermaßen:

  1. Barabhebungen von bis zu 400 Euro werden ausschließlich unter Nutzung der Debitkarte an den ATMs realisiert.
  2. Bareinzahlungen in Höhe von bis zu 1.000 Euro sind unter Nutzung der Debitkarte an den ATMs zu tätigen.
  3. Die Bezahlungen von Rechnungen Dritter (Fiskus, Energie, Wasserversorgung, Telefon, Pay-TV, Versicherungen usw.) sind per Internet- / Mobile-Banking oder an den ATMs und an den automatischen Transaktionszentren (APS) zu tätigen. In dem Filialnetz werden keine Rechnungsbezahlungen unter Verwendung von Bargeld bedient werden.
  4. Die Kontoaktualisierungen (Bewegungen und Kontostände) werden per Internet- / Mobile-Banking oder an den ATMs realisiert. In dem Filialnetz erfolgen keine Sparbuchaktualisierungen.

Der HBA empfiehlt den Bürgern, zu ihrer besseren Bedienung die Debitkarte ihrer Bank und die Zugangsdaten zum E-Banking der Bank zu nutzen, mit der sie zusammenarbeiten.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass einschlägige journalistische und politische Kreise sich prompt sputeten, Gerüchte bezüglich neuer Kapitalverkehrskontrollen zu streuen, was jedoch zumindest derzeit definitiv nicht zur Rede steht.

(Quellen: dikaiologitika.gr, Medienberichte)

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