Mythen über „Portmonees“ der Touristen Griechenlands

3. Februar 2020 / Aufrufe: 259

Die Angaben der Griechischen Bank widerlegen den Mythos, Individualreisende lassen mehr Geld als organisierte Touristen in Griechenland.

Organisierte Reisen, die Touristen aus Australien und Amerika sowie auch die Besucher aus Schweiz und Portugal waren die Protagonisten des vergangenen Sommers und hauptsächlich für den Anstieg der Reiseeinnahmen Griechenlands im Jahr 2019 verantwortlich.

Dies geht aus der von Euro2day.gr angestellten Auswertung der finalen Fakten der Griechischen Bank (TtE) über die touristische Hochsaison-Periode Juli – September (drittes Quartal) 2019 hervor.

Pauschalreisende ließen mehr Geld als Einzelreisende in Griechenland

Die Angaben widerlegen einen fast fest etablierten Mythos, gemäß dem der Massentourismus weniger einträglich als die von Individualreisenden realisierten Reisen sind. Die Fakten der TtE zeigen genau das Gegenteil. Genau gesagt gaben die in der Periode der Sommer-Hochsaison (Juli – September 2019) nach Griechenland gekommenen „organisierten“ Touristen bei jeder ihrer Reisen im Vergleich zu den Einzelbesuchern im Durchschnitt 41,3 % mehr (entsprechend 724,30 Euro gegenüber 512,50 Euro) aus. Zusätzlich verzeichnete das von den mit organisierten Reisen gekommenen Touristen gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2018 einen Anstieg um 26,1 %, während die Ausgaben der Einzelreisenden einen marginalen Anstieg um 1,9 % verzeichneten.

Die vorstehenden Größen werden von Menschen des griechischen Markts entweder auf die größere Aufenthaltsdauer der Touristen in Griechenland, die ein „Urlaubspaket“ von einem Reiseveranstalter kaufen, oder darauf, dass die Einzelreisenden Reisen verwirklichen und billigere Unterkünfte wählen, oder auf eine Kombinationen des Vorstehenden zurückgeführt.

Aus den Angaben der TtE geht hervor, dass die Reisenden, die bei jedem ihrer Besuche das meiste Geld in Griechenland lassen, aus entfernten Gebieten kommen. Einen signifikanten Anteil der Touristen von den konkreten Märkten repräsentieren Griechischstämmige zweiter und dritter Generation, die im Sommer nach Griechenland kommen und ihren Urlaub mit Besuchen bei Verwandten und Freunden kombinieren.

Besucher aus Australien gaben in Griechenland am meisten aus

An der Spitze der einschlägigen Rangliste befanden sich in der Hochsaisonperiode (drittes Quartal) die Besucher aus Australien, die im Durchschnitt 1.243,10 Euro ausgaben. Auf dem zweiten Platz folgen die Reisenden aus Kanada (1.175,50 Euro), während die Besucher aus den USA mit durchschnittlich 1.094,30 Euro bei jeder ihrer Reisen auf Platz drei lagen.

Es folgt eine Gruppe sechs europäischer Märkte (Schweiz, Deutschland, Österreich, Russland, Belgien, Spanien), die sich (wegen ihrer Besucherzahlen) für den griechischen Tourismus als die einträglichsten erweisen, da die von diesen Märkten kommenden Reisenden im Durchschnitt bei jeder ihrer Reisenden 800 – 1.000 Euro ausgeben.

Als „Champions“ in der konkreten Marktgruppe erweisen sich die Besucher aus der Schweiz, die bei jeder ihrer Reisen nach Griechenland in der Periode der Sommerhochsaison (Juli – September) durchschnittlich 949,40 Euro ausgaben. Es folgten die Besucher aus Deutschland (843,40 Euro) Österreich (829,20 Euro), Russland (822,60 Euro) und Belgien (816,10 Euro).

Unter den in Rede stehenden sechs Nationalitäten befanden sich die Besucher aus Spanien, die im Durchschnitt 814,10 Euro ausgaben und damit unter anderem Briten (794,80 Euro) und Franzosen (760,20 Euro) übertrafen. Hinsichtlich der Spanier wird zusätzlich speziell der Umstand angeführt, dass sie jene waren, die unter den 20 bedeutendsten Märkten des griechischen Tourismus den größten Ausgabenanstieg (43,2 %) verzeichneten.

(Quelle: euro2day.gr, Autor:Panagiotis D. Yfantis)

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