Griechenland plant neue Postleitzahlen

12. Februar 2020 / Aufrufe: 167
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In Griechenland soll das bisherige System fünfstelliger Postleitzahlen neu gestaltet werden um eine genauere Berechnung der Zustellkosten zu ermöglichen.

Die fünfstelligen Postleitzahlen traten in Griechenland erstmals 1983 bei der Griechischen Post (ELTA) in Erscheinung und ersetzten die bis damals das ältere System darstellenden dreistellig nummerierten Zustellungsbezirke.

Nun sollen innerhalb der kommenden Monate grundlegende Änderungen vorbereitet werden, welche die Abschaffung der fünfstelligen Zahlen umfassen.

Neues Postleitzahlensystem soll exaktere Fakturierung ermöglichen

Die fünfstelligen Postleitzahlen wurden zur besseren internen Organisation der ELTA eingeführt, was jedoch mittlerweile als unzeitgemäß gilt, da Geschäftsstellen schlossen und ganze Gebiete verödeten. Ebenfalls befinden die ELTA sich an der „Zustellungsfront“ nicht mehr allein , sondern es sind auch andere Zustelldienste in das Spiel eingetreten. So wurde im vergangenen Sommer (Juli 2019) der Beschluss zur generellen Neugestaltung der Postleitzahlen mit Hauptziel die Modernisierung des Zustellungssystems gefasst, das nicht nur auf der internen Organisation eines einzigen Unternehmens basieren kann.

Laut einer Reportage der griechischen Tageszeitung „Kathimerini“ soll die Neugestaltung die Möglichkeit zu einer exakteren Fakturierung der Kurierdienste bieten. Derzeit wird häufig dem Phänomen begegnet, dass eine Postleitzeitzahl sehr großen Ausdehnungen entspricht, die jedoch eine signifikante Anzahl an Gebäuden haben. Somit vermag die Zustellfirma auf Basis der Postleitzahl nur schätzungsweise zu wissen, wie viele Kilometer eine Briefsendung oder ein Paket zurückzulegen hat, um am Bestimmungsort anzugelangen. Dieses Phänomen wird intensiv in den landwirtschaftlichen Gebieten mit dem Resultat beobachtet, dass die Kurierdienste nicht vermögen, jedes Postobjekt mit absoluter Sicherheit zu fakturieren.

Die einschlägige Gesetzesvorlage soll innerhalb des Jahres 2020 öffentlich zur Beratung gestellt werden. Informationen zufolge wird die Erhöhung der Anzahl der Ziffern des neuen Leitzahlensystems erwogen, während auch die Möglichkeit einer Hinzufügung zweier Anfangsbuchstaben gemäß dem britischen Vorbild stark im Gespräch ist. Im letzteren Fall werden vor der fünfstelligen Zahl beispielsweise die Kürzel der Städte angeführt werden. Grundlegendes Ziel aller Szenarien ist, die von jedem Code abgedeckte Ausdehnung einzuschränken, damit er den Zustellungspunkt der Korrespondenz und Sendungen mit größerer Genauigkeit repräsentieren kann.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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