Griechenland braucht 1 Million Flüchtlinge

21. Februar 2020 / Aufrufe: 666

Laut Professor Antonis Liakos braucht Griechenland wenigstens 1 Million Flüchtlinge.

Antonis Liakos, seines Zeichens Historiker und Mitglied des Zentralkomitees für die Neuorganisation (KEA) der SYRIZA, brachte in einem persönlichen Post auf Facebook die Ansicht zum Ausdruck, Griechenland brauche wenigstens eine Million Flüchtlinge um dem Populationszusammenbruch des Landes zu begegnen.

In seinem nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegebenen Post führt Antonis Liakos an, es bedürfe wenigstens einer Million Flüchtlinge, um dem Populationszusammenbruch in Griechenland zu begegnen, und ergänzt, dass das, was Griechenlands Behörden beschäftigen müsste, die Integrations- und Unterbringungsweise seien.

Hätte Griechenlands Regierung einen Funken Verstand …

Die (jüngst) mit dem Tod des Flüchtlings-Säuglings (*) verzeichnete moralische Panik und der mediale Wirbel ist eins der unzähligen Geschehnisse, die weder mehr noch weniger als ein gegen die Flüchtlinge gerichtetes, ein politisches und mentales Regime bilden, für das die Griechen – wie die Deutschen für die Jahre des Nazismus – nach Jahren zur Rechenschaft gezogen werden. Es zeigt jedoch auch eine epische Dummheit.

Griechenland befindet sich wie auch der ganze Balkan gegenüber einem „Hufeisen“ von Ländern – von Afrika bis zur Türkei -, in dem es eine Bevölkerungsexplosion, eine Schwemme junger Leute gibt, während die eigenen Bevölkerungen zusammenbrechen und altern. In Griechenland nimmt die Bevölkerung seit 2010 konstant ab und wäre viel früher gesunken und gealtert, wenn nicht die 900.000 Flüchtlinge des 1990er Jahrzehnts gewesen wären.

Man braucht nicht die Theorie der verbundenen Gefäße zu kennen um zu begreifen, was geschehen wird, wenn das eine sich leert und das andere überläuft. Es mag unpopulär erscheinen, muss jedoch kategorisch gesagt werden. Griechenland braucht wenigstens eine Million Flüchtlinge. Um dem Bevölkerungszusammenbruch zu begegnen. Das, was uns zu beschäftigen hätte, ist, wie wir sie integrieren werden. Wo wir sie unterbringen, wie sie beschäftigt, wie wir sie ausbilden, wie wir ihnen unsere Sprache beibringen und sie mit unserer Kultur vertraut machen werden. Das ist das große Thema der nächsten Jahre.

Wenn diese Regierung einen Funken Verstand und weniger ideologische Verknöcherungen hätte, müsste sie sich einer andern Sprache bedienen, die Leute vorbereiten, per Beispiel lehrende positive Maßnahmen ergreifen. Sie macht genau das Gegenteil. Es ist eine Regierung mit dem Gesicht Mitsotakis‘ und der Seele Samaras‘. Der Patriotismus ist im Nadir. Weil Patriotismus ist, die Zukunft des Landes vorauszusehen und es darauf vorzubereiten.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

* Ein jüngst mit der Obduktion eines verstorbenen Säuglings beauftragter Gerichtsmediziner diagnostizierte sexuellen Missbrauch, woraufhin die Eltern und mit diesen zusammen lebenden Verwandte festgenommen wurden und ein Sturm der Empörung durch die Medien ging. Die Beschuldigung des sexuellen Missbrauchs erwies sich jedoch als gegenstandslos und gegen besagten Gerichtsmediziner laufen inzwischen disziplinarische und strafrechtliche Verfahren.

  1. GR-Block
    21. Februar 2020, 18:28 | #1

    Sag ich doch! GR sollte sich aus Eigeninteresse schleunigst die Besten aussuchen und dieses als humanitären Akt (wie die Türkei) von der EU bezahlen lassen. Der Rest erhält ein Freiflugticket nach Frankfurt.

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