2 von 3 Griechen fehlen Rücklagen

9. Februar 2020 / Aufrufe: 170

In Griechenland haben zwei von drei Bürgern nicht einmal 1000 Euro auf der hohen Kante und 13 Prozent der Bevölkerung leben in Armut.

Daten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OWZE / OECD) auswertend präsentierte der Unternehmens- und Industrieverband (SEV) eine sehr interessante Untersuchung über die wirtschaftliche Lage der Bürger Griechenlands.

Ein hoher Anteil der Bevölkerung (12,9 %) hat Einkommen unterhalb der Armutsgrenze (die bei 50 % des gemittelten Einkommens liegt, das wiederum das Einkommen ist, oberhalb dessen die einkommensstärkeren 50 % der Bevölkerung liegen).

68,3 % der Bevölkerung Griechenlands leben an oder unter Armutsgrenze

67 % der Bevölkerung Griechenlands haben Liquiditätsreserven von unter 25 % des als Armutsgrenze bestimmten Betrags (Jahreseinkommens). Das 25 % des Armutseinkommens entsprechende Liquiditätsniveau gilt als „Rücklage, die jemanden, der sein Einkommen verliert, drei Monate lang zu unterhalten fähig ist„.

In Griechenland betrug 2018 das gemittelte Pro-Kopf-Einkommen 7.863 Euro. Gemäß der OECD gestaltet die Armutsgrenze sich auf 3.932 Euro, wonach 12,9 % der Bevölkerung mit einem Einkommen von unter 3.932 Euro in Armut leben. Zusätzlich verfügen 67 % der Bevölkerung über Rücklagen, die 1/4 der Armutsgrenze (983 Euro im Jahr) nicht übersteigen.

Jene, die in Armut leben und über kein Liquiditätspolster verfügen, um sich für drei Monate zu unterhalten, belaufen sich auf 11,63 % der Bevölkerung bzw. 90 % all jener, die unterhalb der Armutsgrenze leben, während jene, die in Armut leben, jedoch über ein „Liquiditäts-Polster für einen Unterhalt für drei Monate“ verfügen, gerade einmal 1,97 % der Bevölkerung betragen. Die „wirtschaftlich Verwundbaren“, also jene, die oberhalb der Armutsgrenze leben, jedoch über keine Geld-Reserven für einen dreimonatigen Unterhalt verfügen, belaufen sich auf 55,4 % der Bevölkerung.

Rückschließend leben 12,9 % der Bevölkerung Griechenlands in Armut und 55,4 der Bevölkerung können jederzeit unter die Armutsgrenze fallen, da sie einem dreimonatigen Einkommensverlust nicht zu begegnen vermögen. Folglich leben 68,3 % der Bevölkerung (12,9 % + 55,4 %) unter oder über, aber nahe der Armutsgrenze (siehe auch: Jeder dritte Bürger Griechenlands ist armutsgefährdet).

(Quelle: dikaiologitika.gr, Auszug)

Kommentare sind geschlossen