Griechenlands Supermärkte darben

27. Januar 2020 / Aufrufe: 247

Die Kassen der Supermarktketten in Griechenland sind im Minus.

Einer Untersuchung des Instituts für Einzelhandels-Verbrauchsprodukte (IELKA) über die Verkaufspreisstruktur eines Produkts am Endabgabepunkt zufolge arbeiten in Griechenland die Supermarktketten des Lebensmitteleinzelhandels mit 0,64 % Reingewinn.

Gemäß der Auswertung der Bilanzdaten der Supermarktketten und den Expertenschätzungen bezüglich nicht in dem Muster umfasster Firmen hat sich für die Produkte des Lebensmitteleinzelhandels die Preisstruktur am Endverkaufspunkt in den letzten Jahren reichlich geändert und es ist von Interesse, zu bewerten, auf welche Faktoren die finale Gestaltung des Preises zurückzuführen ist.

Öffnung der „Schere“ zwischen Kosten und Umsätzen

Konkret entfallen von 1 Euro des Endpreises eines Produkts 0,15 Euro (14,53 %) auf die MwSt., 0,21 Euro (21,49 %) auf Einzelhandelsbetriebskosten, 0,01 Euro (0,89 %) auf sonstige (beispielsweise finanzwirtschaftliche) Kosten, 0,01 Euro (0,64 %) auf Einzelhandelsgewinn und 0,63 Euro (62,49 %) auf die Einkaufskosten (worin die Kosten und Gewinne des Produzenten umfasst sind).

Was die MwSt. betrifft, sind laut dem IELKA die Veränderungen der letzten Jahre mit den vielen und großen Anhebungen der MwSt.-Sätze von 9 % auf 13 % und von 19 % auf 23 % (seit Juni 2016 auf 24 %) sowie auch bei der Verschiebung von Produkten von dem niedrigen zum hohen MwSt.-Satz offenkundig genug.

Hinsichtlich der Betriebskosten ist deren Anteil als Quote der Umsätze von Interesse. Also nicht der Nettowert der Ausgaben der Firmen, sondern das diesen Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsätzen der Firmen entsprechende Verhältnis. 2018 hat diese Quote sich auf 24,14 % gestaltet. In der Praxis haben somit die Firmen der Branche in den letzten Jahren ihre Kosten erhöht, ohne entsprechend ihre Umsätze gesteigert zu haben.

Dieses Phänomen beruht zu einem großen Grad auf den in den letzten Jahren erfolgten Aufkäufen und Fusionen. Die Gesellschaften erwarben direkt die den aufgekauften (Vertriebs-) Netzen entsprechenden Kosten, ohne jedoch auch die entsprechenden Umsätze zu erlangen, da der Markt wegen der wirtschaftlichen Rezession in dem vorherigen Jahrzehnt einen großen Marktanteil (ungefähr 25 %) verloren hat, während die Umsätze der aufgekauften Firmen sich unter den in Betrieb befindlichen Unternehmen der Branche „verteilten“.

Ein weiterer zu dieser Entwicklung führender Faktor ist der Rückgang der Bedeutung der Umsätze der sogenannten „Cash & Carry Märkte“ auf die Gesamtheit der Umsätze, was sich auf den konkreten finanzwirtschaftlichen Index ebenfalls steigernd auswirkt.

In Zusammenhang mit den Einkaufskosten, die auch den hauptsächlichen Faktor bei der Gestaltung des Endpreises darstellen, schätzt das IELKA ein, dass auch auf Seite der Lieferfirmen die Problematik des Verhältnisses von Kosten zu Umsätzen besteht, da der Rückgang der Umsätze der letzten Jahre fast global war.

(Quellen: capital.gr, ielka.gr)

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