Geopolitische Instabilität beunruhigt Griechenlands CEOs

26. Januar 2020 / Aufrufe: 146

Die Unternehmen Griechenlands, das Umfeld der geopolitischen Instabilität und die Herausforderung der Aufwertung der Fertigkeiten.

Die CEOs der Unternehmen Griechenlands sind über die Perspektiven der Weltwirtschaft beunruhigt, äußern jedoch zu einem großen Anteil ein „zurückhaltendes Vertrauen“ hinsichtlich der Aussichten ihrer Firma, während sie der Steuerreform ihr Vertrauen zu schenken scheinen, da ihre Nachdenklichkeit bezüglich der steuerlichen Lasten sich beschränkt hat. Was das ist, was sie beunruhigt? Die geopolitische Instabilität.

Das vorstehende Bild ergibt sich aus einer weltweiten Untersuchung der PWC, die zeigte, dass der Pessimismus der Geschäftsführer der Unternehmen (CEOs) in den roten Bereich geraten ist, wobei die einschlägigen Indizes sich auf Rekordniveaus bewegen.

Griechenlands CEOs zeigen sich optimistischer

Im Gegensatz zu den Einschätzungen über das weltweite Wirtschaftsumfeld sind die CEOs hinsichtlich der Perspektive ihrer eigenen Firma positiv. Für Griechenland zeigen 21 % „großes Vertrauen“ in das Wachstum ihrer Firma für die nächsten 12 Monate, im Vergleich zu 2019 einen Rückgang um 2 % verzeichnend, während 67 % (bei einem Anstieg um 16 % im Verhältnis zu 2019) ein „verhaltenes Vertrauen“ zeigen. Bei einem langfristigen Horizont von 3 Jahren zeigen die griechischen CEO sich optimistischer, wobei 38 % ein „großes Vertrauen“ und einen Anstieg um 2 % im Verhältnis zu 2019 verzeichnen. Entsprechend verzeichnen 54 % ein „zurückhaltendes Vertrauen“, auf den selben Niveaus mit 2019 bleibend.

Dagegen wird bei den grundlegenden Beunruhigung der griechischen CEOs eine Änderung verzeichnet. Signifikant ist der Rückgang der Nachdenklichkeit in Zusammenhang mit der steuerlichen Belastung, wie die Verschiebung auf der Liste der „Bedrohungen“ von dem 1. Platz mit einem Anteil von 54 % im Jahr 2019 auf 25 % im Jahr 2020 sinkend und so auf Platz 11 angelangend aufzeigt.

Entsprechend ist die Ungewissheit bezüglich des wirtschaftlichen Wachstums von Platz 5 der Liste (2019 mit 33 %) auf Platz 2 (2020 mit 44 %) gestiegen, während die geopolitischen Themen von Platz 8 (2019 mit 31 %) auf Platz 1 (2020 mit 52 %) angelangt sind. Heftig ist auch die Nachdenklichkeit in Zusammenhang mit dem Klimawandel, sich von Platz 14 (2029 mit 18 %) auf Platz 4 (2020 mit 40 %) verschiebend.

Geopolitische Instabilität beeinflusst Griechenlands Wirtschaft

Es ist nicht die erste Untersuchung, die enthüllt, dass das geopolitische Risiko die griechischen Unternehmen beunruhigt. In der Wirtschaftsklima-Erhebung der ACEO/ICAP-CEO für das 4. Quartal 2019 wurden wegen der zwischen Ländern des östlichen Mittelmeers verursachten Spannungen die CEOs ebenfalls bezüglich der Chancen und Möglichkeiten befragt, die sich aus der Verwertung der Energievorkommen der geographischen Zone ergaben. Sieben von zehn erklärten zu glauben, diese Ereignisse werden langfristig eine negative – aber jedenfalls von beschränkter Intensität – Auswirkung auf die griechische Wirtschaft haben.

Auf weltweiter Ebene beziehen die Beunruhigungen der CEO sich auf die Handelskriege, wobei die diachronische übertriebene Verhängung regulativer Verordnungen für ein weiteres Jahr zur Bedrohung Nr. 1 gekürt wurde. Zusätzlich ist die Nachdenklichkeit auch wegen der Cyber-Bedrohungen sowohl auf lokaler als auch weltweiter Ebene erhöht.

Wie Marios Psaltis, CEO / PwC Griechenland erklärte: „Unser Land ist in die Epoche nach der Krise eingetreten, wo sich die Wirtschaft zu erholen begonnen hat und das Investitionsumfeld sich schrittweise zu verbessern beginnt. Das positive Klima scheint von den weltweiten geopolitischen Entwicklungen beeinflusst zu werden, die eine Ungewissheit hinsichtlich der Fähigkeit der Weltwirtschaft schaffen, sich weiterhin zu entwickeln. Diese Tendenzen zeichnen sich auch in den Antworten der griechischen CEO ab, die sich gegenüber den Aussichten ihrer Unternehmen positiv geben, ohne dass jedoch die Beunruhigung über die Weltwirtschaft absent ist.

Die Herausforderung der Aufwertung der Fertigkeiten

Während auf weltweiter Ebene das Fehlen grundlegender Fertigkeiten eine Top-Bedrohung für das Wachstum bleibt, verursacht in Griechenland eine größere Beunruhigung, die Arbeitnehmer (in der Firma bzw. im Land) zu halten, die in Programme zur Aufwertung von Fertigkeiten eingegliedert worden sind. Gleichzeitig steht für die griechischen CEO die Erhaltung und Aufwertung der Fähigkeiten auf der Liste der Bedrohungen.

Auf weltweiter Ebene wird kein großer Fortschritt bei der Bewältigung des Problems verzeichnet, wobei gerade einmal 18 % der CEO anführen, bei der Gestaltung eines Programms zur Aufwertung von Fertigkeiten einen „signifikanten Fortschritt“ gemacht zu haben. Die selbe Ansicht äußern auch die Beschäftigten. Bei der Untersuchung Hopes & Fears der PwC führen zu einem Anteil von 77 % (bei 22.000 Teilnehmern) Beschäftigte auf der ganzen Welt an, zu wünschen, neue Fertigkeiten zu erlernen oder neu ausgebildet zu werden, jedoch gerade einmal 33 % empfinden, dass ihnen die Chancen gegeben worden sind, digitale Fertigkeiten außerhalb ihrer regulären Aufgaben zu entwickeln.

Die Aufwertung der Fertigkeiten wird eins der hauptsächlichen der in dieser Woche in Davos diskutierten Themen darstellen, und die Firmenchefs, Ausbilder, Regierungen und die Gesellschaft der Bürger werden zusammenarbeiten müssen um sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer auf der ganzen Welt produktiv in sie prämierenden essentiellen Arbeitsplätzen beschäftigt bleiben werden. Die Leiter haben eine entscheidende Rolle: trotz der Zukunftsunsicherheit wünschen die Menschen, zu lernen und sich zu entwickeln, und erwarten von jenen eine zuverlässig Weise zur Erreichung dieses Ziels„, fügt Bob Moritz an.

Marios Psaltis, CEO PwC Greece, führt an: „Die Notwendigkeit zur Bewältigung der sich aus der vierten Industrierevolution ableitenden Herausforderungen erfordert neue Fähigkeiten und einen Mentalitätswandel. Die Technologie stellt keine Bedrohung dar, schafft dagegen Gelegenheiten zur Entwicklung neuer Strategien, die den Bedürfnissen der Organismen entsprechen und zu einem tragfähigen Wachstum führen. Die griechischen CEO haben die Notwendigkeit zur Adoptierung einer solchen Kultur erkannt, die für die Technologie und neue Beschäftigungsformen offen ist, welche die Aufwertung der Fertigkeiten fördern.

(Quelle: sofokleous10.gr)

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