Erdogan will Bosporus „dicht“ machen

9. Januar 2020 / Aufrufe: 479

Der türkische Sultan Erdogan plant, die freie Schifffahrt durch den Bosporus abzuschaffen.

Recep Tayyip Erdogan will laut seinen am 05 Januar 2020 während der Dauer eines Interviews an CNN geäußerten Mitteilungen die Meerenge des Bosporus für die freie internationale Handelsschifffahrt praktisch schließen.

Der Präsident der Türkei betonte, gemäß den Plänen der türkischen Regierung werden die Bosporus-Meerenge nur noch Schiffe mit „Trockenladung“ passieren dürfen, während alle übrigen Schiffe den (geplanten) neuen Istanbul-Kanal nutzen sollen, wo jedoch das Meerengen-Abkommen nicht gelten wird.

Ernste Auswirkung auf internationale Handelsschifffahrt

Der Vertrag von Montreux garantiert unter anderem die freie Schifffahrt / Passage für nicht militärische Schiffe zu Friedenszeiten, wozu der türkische Präsident charakteristisch meinte: „Der Vertrag von Montreux betrifft und bindet nur die Meerengen. Der (neue Istanbul-) Kanal liegt außerhalb des Vertrags von Montreux. Das Meerengen-Abkommen zusammen mit der Bosporus-Meerenge ist Geschichte.

Sofern sich die von dem türkischen Präsidenten geäußerten Mitteilungen bewahrheiten, wird die Türkei folglich in der Lage sein, die Passage der Schiffe durch den Kanal zu kontrollieren, welcher Umstand zweifellos eine ernsthafte Auswirkung auf die weltweiten Gegebenheiten der Schifffahrt haben wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. LiFe
    9. Januar 2020, 23:56 | #1

    Die Überschrift macht es klar. Erdogan will. Erdogan ist der einzige, der will. Sein Wollen zählt nur. Erdogan will den Kanal. Was die Istanbuler nicht wollen, ist der Kanal. Der Kanal ist ein sehr teures Projekt. Wälder müssen weichen. Die Bauern verlieren Ländereien. Das sieht Erdogan nicht. Erdogan will, was er will, und die Meinung seiner Bürger interessiert nicht. Sie haben auch zu wollen, was Erdogan will. Basta.

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