Bedrohungen für Gesundheit der Bürger Griechenlands

25. Januar 2020 / Aufrufe: 269

Rauchen, Luftverschmutzung und Fettleibigkeit bei Kindern bedrohen die Gesundheit der Bürger Griechenlands.

Die Hauptbedrohungen für die Gesundheit der Bürger Griechenlands sind laut einer Analyse des Unternehmens- und Industrieverbands (SEV) auf Basis eines jüngeren Reports der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OWZE / OECD) das Rauchen, die Luftverschmutzung und die Fettleibigkeit bei Kindern.

Im übrigen wird der allgemeine Gesundheitszustand der griechischen Bevölkerung als befriedigend bewertet, da Griechenland sich nahe bei dem Mittelwert der sogenannten entwickelten Länder der Welt befindet.

Championat und beunruhigend hohe Quote Griechenlands

Griechenland ist unter den OECD-Ländern „Champion“ (2017) bei dem Anteil der Personen, die erklären, auf alltäglicher Basis zu rauchen (27 % gegenüber 18 % der OECD). Seit 2007 ist dieser Anteil allerdings wegen der großen Krise und darauf folgenden Rezession (Rückgang der Einkommen, Preisanstieg der legal kursierenden Zigaretten wegen Besteuerung) und in letzter Zeit wegen der Wende von dem Konsum traditioneller Zigaretten zu den elektronischen Nikotinprodukten um ungefähr 12,5 Prozentpunkte zurückgegangen.

Griechenland verzeichnet einen hohen Anteil von Todesfällen infolge der Luftverschmutzung (77 Todesfälle je 100.000 Personen der Bevölkerung, gegenüber 40 in der OECD), hauptsächlich wegen einer erhöhten Konzentration die Gesundheit besonders belastender Feinstaubpartikel aus den Abgasemissionen, wobei die Substituierung der Energiequellen aus Erdöl und seinen Derivaten und aus Braunkohle durch Erdgasquellen und erneuerbare Energiequellen relativ beschränkt ist.

Obwohl Griechenland bei den (laut eigener Erklärung) volljährigen Personen einen Anteil Übergewichtiger nahe bei dem OECD-Mittelwert aufweist, ist der entsprechende Anteil bei Kindern im Alter von 5 – 9 Jahren beunruhigend hoch. Ebenfalls präsentiert Griechenland ein relativ niedriges Alkoholkonsumniveau, obwohl dies Resultat einer Untereinschätzung wegen der Nichterfassung der Erzeugung von Spirituosen zu Hause sowie auch eines ausgedehnten Schwarzhandels wegen der hohen steuerlichen Belastung sein kann. Öffentliche Gesundheitsdienste

Gesundheitssystem deckt nur 61 % der Aufwendungen

Weiter wird angemerkt, dass – obwohl 100 % der Bevölkerung kostenlosen Zugang zu den öffentlichen Gesundheitsdiensten haben – das öffentliche System in Griechenland nur 61 % der gesamten Gesundheitsaufwendungen deckt, gegenüber 71 % in der OECD.

Von dem Geld, das die Versicherten aus eigener Tasche zahlen, gehen 18 % an Ärzte und externe (Arzt-) Praxen, 14 % an Zahnarztarbeiten, 31 % an Krankenhauspflege und 37 % an Medikamente und andere Therapiemittel. Ebenfalls sind in Griechenland die pharmazeutischen Ausgaben (außerhalb von Krankenhäusern) höher als der OECD-Durchschnitt, wobei 46 % der Aufwendung von den Patienten selbst gedeckt werden, gegenüber 16 % in Deutschland und 13 % in Frankreich.

Weiter verfügt Griechenland je 100.000 Einwohner über 105 Apotheker und 88 Apotheken, gegenüber 83 Apothekern und 29 Apotheken im OECD-Durchschnittsland, sowie ebenfalls je 1.000 Personen der Bevölkerung über 6,1 Ärzte und 3,3 Krankenpfleger, gegenüber entsprechend 3,5 und 8,8 in der OECD.

Griechenland ist dritt-überaltertes Land der OECD

Schließlich ist Griechenland das drittüberalterste Land in der entwickelten Welt, wobei der Anteil der Bevölkerung im Alter von über 65 und 80 Jahren sich auf entsprechend 21,7 % und 6,8 % gestaltet.

2050 werden voraussichtlich je 1.000 Personen der griechischen Bevölkerung 38,9 Personen an Senilität leiden, gegenüber derzeit 20,4 Personen, und es werden keine entsprechenden Strukturen zur Erbringung von Langzeitpflege an Senioren existieren.

(Quelle: altsantiri.gr)

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