BAMF blockiert Familienzusammenführung aus Griechenland

29. Januar 2020 / Aufrufe: 216

Berlin weist der Wiedervereinigung in Griechenland befindlicher Flüchtlinge mit ihren Familien die Tür.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lehnte 2019 die Anträge auf Wiedervereinigung in Griechenland befindlicher Flüchtlinge mit ihren Familien zu ihrem größten Teil ab. Im Verhältnis zum Vorjahr 2018 stieg die Abweisungsquote somit signifikant an.

Dies geht aus der Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine Anfrage der parlamentarischen Fraktion der deutschen Linke (Die Linke) hervor, die in ihrer elektronischen Ausgabe die Zeitungen der Funke Mediengruppe publizieren.

BAMF soll für Griechenlands Flüchtlinge alle Möglichkeiten ausschöpfen

Laut besagter Antwort wurden von den 747 zwischen Juni und Dezember 2019 gestellten Anträgen 539 abgelehnt, die Ablehnungsquote während der Dauer dieser Periode betrug also 72 %, während es zwischen Januar und Mai 2019 sogar 75 % waren. Im Verhältnis zum Vorjahr stieg die Abweisungsquote somit signifikant an, da 2018 insgesamt 59 % der Anträge abgewiesen worden waren.

Diese Ablehnungen bedeuten, dass die Flüchtlinge unter elenden Verhältnissen in den sogenannten Hotspots an den Außengrenzen der Europäischen Union in Griechenland oder in Camps anderer Länder verbleiben müssen. Speziell in der laufenden Diskussion in Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen aus den Hotspots Griechenlands hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) alle rechtlichen Möglichkeiten des Dubliner Übereinkommens zur Familienwiedervereinigung vollständig ausschöpfen und nicht wie früher die Blockadehaltung adoptieren„, erklärte gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe der Abgeordnete der deutschen Linken Gökay Akbulut.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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