Zigarettenschwarzhandel in Griechenland blüht

15. Dezember 2019 / Aufrufe: 261

2018 waren in Griechenland 1 von 4 konsumierten Zigaretten illegal und der prozentuale Anstieg nachgeahmter Glimmstängel der größte in der EU.

Es wird veranschlagt, dass der Zigarettenschwarzhandel in Griechenland den Kassen des Staats jährlich ungefähr 700 Mio. Euro vorenthält. Dabei handelt es sich um den größten Anstieg beim Konsum imitierter Zigaretten in ganz Europa.

Laut der paneuropäischen Studie STELLA * der KPMG wurden 2018 in Griechenland 3,9 Mrd. illegale Zigaretten konsumiert, wovon laut der KPMG 1,5 Mrd. Stück Imitate waren. Dieser Anteil zählt zu den größten in ganz Europa.

Illegale Zigaretten machten 8,6 % des EU-Konsums aus

Trotz allem ist das Problem auch auf europäischer Ebene ausgedehnt. Laut der im Juni 2019 ausgegebenen Studie wurden in der Europäischen Union (EU) 43,6 Milliarden illegale Zigaretten konsumiert, welche Menge in ihrer Größe dem gesamten legalen Zigarettenhandelsmarkt des Vereinigten Königreichs, Österreichs und Dänemarks entspricht. Der Konsum illegaler Zigaretten wird 2018 in der EU auf 8,6 % des Gesamtkonsums veranschlagt. Die Untersuchung der KPMG verzeichnete, dass ungefähr 9,2 Milliarden illegale Zigaretten innerhalb der EU hergestellt werden.

Polen, Tschechien und Griechenland hatten 2018 die meisten „Stürmungen“ illegaler Fabriken. Die Studie machte einen Anstieg von 33 % – die größte historisch verzeichnete Menge – bei imitierten Zigaretten aus, wobei der Konsum bei 5,5 Milliarden nachgeahmten Zigaretten erreicht. Ein Anstieg des Konsums nachgeahmter Zigaretten wurde In fünfzehn (15) der in der Studie umfassten Länder beobachtet, wobei das größte Volumen in Griechenland (1,5 Mrd. Zigaretten) und im Vereinigten Königreich (0,9 Mrd. Zigaretten) verzeichnet wurde.

Die angestiegenen Beschlagnahmungen illegaler Fabriken in der EU zeigen die erhöhte Produktion illegaler Zigaretten auf. Die Untersuchung der KPMG verzeichnete, dass ungefähr 9,2 Milliarden illegale Zigaretten innerhalb der EU hergestellt werden. Gleichzeitig nahmen auch die „Stürmungen“ illegaler Fabriken von 22 im Jahr 2017 auf 51 im Jahr 2018 zu.

Polen, Tschechien und Griechenland hatten 2018 die meisten „Aushebungen“ illegaler Fabriken. Die in diesen Fabriken illegal produzierten Produkte wurden in vielen Ländern der EU ausfindig gemacht. Wenn diese Zigarettenmengen auf den legalen Markt geworfen worden wären, hätten sie den europäischen Kassen 2 Milliarden Euro zusätzlich eingebracht.

Wie die kriminellen Organisationen agieren

Die kriminellen Organisationen erwerben per Internet technologisch entwickelte Ausrüstung und Verbrauchsmaterialien. Um die Kontrollen zu vermeiden, wird Vorstehendes mittels der Freihandelszonen verschickt, gewöhnlich aus dem Mittleren oder Fernen Osten. Auf diese Weise werden die illegalen Zigarettenfabriken schneller und einfacher aufgebaut. Das selbe für die illegalen Zigaretten genutzte Netz wird auch für andere illegale Artikel wie Drogen, imitierte Kleidung und Medikamente genutzt.

* STELLA ist eine jährliche Studie, die Größe und Entwicklung des illegalen Zigarettenmarkts in der EU einschätzt. Der Bericht wurde der KPGM von der Philip Morris Products SA angetragen und bezieht sich auf die Zusammentragung der Fakten für das Jahr 2018. Die Studie deckt alle 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union ab.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    15. Dezember 2019, 11:52 | #1

    Wow, die EU stellt nur 9,2 Mrd illegaler Zigaretten her, raucht aber 43,6 Mrd. Welch ein Handelsbilanzdefizit! Und das sollen 8,6% aller Zigaretten sein. Dann raucht offensichtlich die EU in nur einem Jahr insgesamt 507 Mrd Zigaretten, also 1000 pro Kopf … vom Säugling bis zum Scheintoten. Na jetzt wissen wir endlich, wo die globale Erwärmung herkommt. Und erst die Feinstaubbelastung. Da gibt es noch viel zu thun, Greta.

    Zum Glück kann man wenigstens das nicht ausschließlich den Griechen vorwerfen. Die meisten Zigaretten pro Kopf verkonsumieren LUX, BE, CZ, SI, GR. Wobei LUX wie auch Andorra mit über 6000 Zigaretten pro Kopf vermutlich nur die Dealer sind für Besucher aus den großen Nachbarländern.

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