Türkischer Finger und Griechenlands Risiko

12. Dezember 2019 / Aktualisiert: 24. Dezember 2019 / Aufrufe: 402

Das Volk sagt, Mariori hatte alles, es fehlte ihr der Fes. Jedoch bezieht der Fes sich weniger auf die Türkei als auf Griechenland.

Wie wir in den letzten Tagen in der griechischen Presse lasen, war also die Zustimmung des libyschen Parlaments nicht notwendig, damit die Vereinbarung der Türkei mit der international anerkannten Regierung Libyens genehmigt wird.

Offensichtlich waren die Amtsträger und nicht, die diese Informationen an die Medien gaben, nicht gut informiert. Wenn man jedoch über ein solches, sich im Mittelpunkt des griechisch-türkischen Zwistes befindendes Thema nicht gut informiert ist, wie kann man dann schlussfolgern, diese Entwicklung vorausgesehen zu haben und als Land seine Maßnahmen ergriffen zu haben?

Auswirkungen auf Märkte und Griechenlands Wirtschaft

Simple und für viele vielleicht unangenehme Fragen. Die vorstehenden Entwicklungen machen die Dinge auf dem Sektor der Wirtschaft jedoch reichlich kompliziert. In einer Periode, wo die griechischen Anleihen und Aktien eine Rallye gemacht haben, die Angaben über das BIP ermutigend sind und die Regierung das Klima zur Anziehung von Investitionen zu verbessern versucht, kommt ein neues Element zu Griechenlands (Landes-) Risiko hinzu: der geopolitische Faktor der Beziehungen Griechenland – Türkei.

Es besteht kein Zweifel, dass die Investorengemeinschaft bereits begonnen hat, die Lage zu schätzen und das obige Risiko in das sogenannte Landesrisiko zu integrieren. Der Anstieg des Risikos Griechenlands zu diesem Zeitpunkt hat Allen und spezieller den Wirtschaftspolitik Ausübenden zu denken zu geben. Und dies, weil es eine Bremse für die Anziehung sowohl direkter als auch Portefeuille-Investitionen darstellen wird, wenn die Töne in den griechisch-türkischen nicht fallen und die Spannung nicht deeskaliert wird.

Wir wissen nicht, ob dies Teil der Planung der türkischen Seite war, als sie Libyen tangierte, jedoch ist es eine ungünstige Nebenwirkung für die griechische Wirtschaft. Natürlich werden Dauer und Intensität in den Beziehungen der beiden Länder über die Auswirkung auf das Risiko Griechenlands und makroökonomische Größen entscheiden.

Wir rufen in Erinnerung, dass die für 2020 erfolgte Planung keinen Super-Überschuss vorsieht, da die diesjährigen Steuersenkungen und die sogenannte „13. Rente“ in den Haushaltsplan integriert worden sind. Zusätzlich vermag die Regierung nicht die Einnahmen aus der weiteren Nutzung der elektronischen Transaktionen infolge der Senkung der Barzahlungs-Höchstgrenze auf 300 Euro vorauszusehen, wegen der Meinung der EZB. Und auch der Plan bezüglich der elektronischen Rechnung scheint nicht fertig zu sein und bald zu „laufen“, da alles zeigt, dass er Mitte des Jahres 2020 oder später zur vollen Umsetzung kommen wird. Zusätzlich sind laut ein Bild habenden Personen die Rücklagen der Ministerien ausgeschöpft worden.

Kurz gesagt haben die Entwicklungen im griechisch-türkischen Thema eine Auswirkung auf die griechische Wirtschaft und Märkte und können weder ignoriert noch unterschätzt werden.

(Quelle: euro2day.gr)

  1. Sakis
    12. Dezember 2019, 10:46 | #1

    Weder die NATO, noch die EU noch die UN steht auf unserer Seite.
    Wir sehen uns im Recht und berufen uns auf das internationale Seerecht.
    Die Türkei hat das internationale Seerecht allerdings nie unterschrieben und für sie hat das keine Wirkung.
    Wir werden in einen Krieg gezogen um letztendlich amerikanische und europäische Firmen zu schützen, welche die Bohrungen durchführen werden. Warum? Wäre es nicht besser mit den Türken eine Lösung zu finden und die Amerikaner und Europäer außen vor zu lassen? Schlieslich lassen die uns ja hängen.

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