Griechenlands Bürger sind Plastikgeld-Champions

19. Dezember 2019 / Aufrufe: 245

In Griechenland wird über die Hälfte der bargeldlosen Zahlungen mit Karten getätigt.

Immer mehr Griechen wählen, Zahlungen per Internet zu tätigen, wobei die besagten Transaktionen 2018 im Verhältnis zum direkten Vorjahr einen Anstieg um 59,4 % verzeichnen.

Wie aus einem Bericht des Europäischen Zahlungsverkehrsrats mit Titel „Die griechische Zahlungsverkehrslandschaft“ hervorgeht, gewinnt in Griechenland auch das Web-Banking kontinuierlich an Boden und stellte im vergangenen Jahr 3 % des Anteils der bargeldlosen Transaktionen dar, gegenüber 3,6 % im übrigen Europa.

Debitkarten avancierten in Griechenland zum Top-Zahlungsmittel

Im Gegensatz zu anderen europäischen Länder sind allerdings die Internet-Transaktionen für Griechenlands Bürger natürlich nicht gebührenfrei, weil die inländischen Banken je Transaktion eine Provision einbehalten, die gewöhnlich ab 0,15 Euro beginnt und sogar auch 0,60 Euro tangiert. Wie aus den von der Zeitung „Eleftheros Typos“ aus den Gebührenaushängen der Kreditinstituten geschöpften Angaben hervorging, wird von dem Verbraucher beispielsweise für die Begleichung einer Stromrechnung per Web-Banking gefordert, bei der Alpha Bank 0,15 Euro, bei der Nationalbank 0,50 Euro und bei der Piräus Bank 0,60 Euro zusätzlich zu zahlen.

Was die Karten betrifft, erweisen sie sich laut dem obigen Bericht als „Champions“ bei den bargeldlosen Zahlungen und nehmen einen Anteil von 52,6 % ein (jährlicher Anstieg um 24,9 %). Es wird betont, dass der entsprechende europäische Durchschnitt sich bei 49 % Bewegt. Auf Basis jüngerer Angaben der Griechischen Bank (TtE) zeigte im ersten Halbjahr 2019 die Gesamtzahl der in Umlauf befindlichen Zahlungskarten einen Anstieg um 539.000 (+4 %) im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2018, wobei ihre Anzahl 17,7 Millionen tangierte. Davon waren 14,8 Millionen Debitkarten (84 % der Gesamtheit) und die übrigen Kreditkarten.

Derweilen verzeichnete im Zeitraum 2015 – 2018 die Anzahl der sogenannten POS (Karten-Terminals) einen imposanten Anstieg um 215 %, wobei die Terminals im vergangenen Jahr auf 690.689 veranschlagt wurden, gegenüber 219.071 vor fast vier Jahren. Ein signifikanter Anteil der Größenordnung von 25 % Prozent der POS, die in den letzten Jahren wegen der von der neuen Gesetzgebung auferlegten Pflicht installiert worden sind, bleiben zuständigen Quellen zufolge allerdings inaktiv.

Auf der Gegenseite verzeichneten die Direktabbuchen einen Rückgang der Größenordnung von 10,2 %, da mittels dieser gerade einmal 2,2 % der bargeldlosen Geschäftsvorgänge erfolgen, während sich auch die Überweisungen rückläufig bewegen (-2,5 % auf Jahresbasis, mit einem Anteil von 28,2 % an den bargeldlosen Zahlungen, gegenüber 25 % in Europa). Schließlich konzentrieren unter Griechenlands Verbrauchern die Schecks das niedrigste Vertrauen auf sich, da sie im Verhältnis zu anderen Lösungen mit einem Anteil von gerade einmal 0,5 % gewählt werden, gegenüber 1,8 % in Europa.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Kommentare sind geschlossen