Griechenland reaktiviert Punktesystem

28. Dezember 2019 / Aufrufe: 367

In Griechenland soll das bereits seit 2007 existierende sogenannte Point System für Autofahrer neugestaltet und reaktiviert werden.

In Griechenland kommt das sogenannte „Point System“ für Autofahrer in Form eines elektronischen „Sündenregisters“ mit „Punkten“ und schweren Sanktionen zurück!

Das „Punktesystem“ wird von den Verkehrspolizisten direkt per Tablet aktualisiert werden, und alle Fahrer, die darin fortfahren, ein schlechtes Fahrverhalten beizubehalten, werden „Punkte“ sammeln, die sie mit Sanktionen – wie unter anderem auch dem Entzug des Führerscheins – konfrontieren werden.

Griechenland will notorische Verkehrssünder zur Räson bringen

Wie Quellen der griechischen Zeitung „Eleftheros Typos tis Kyriakis“ berichten, gibt es wegen der in den letzten Jahren beobachteten großen Bürokratie in vielen Fällen Vorfälle, die zeigen, dass die Straßenverkehrsordnung (KOK / StVo) verletzt habende Autofahrer nie persönlich belangt werden. Während die Vergehen festgestellt werden, enden sie schließlich sogar darin, dass die einschlägigen (Verwarnungs- / Bußgeld-) Bescheide sich in Büroschränken der Gemeinden / Kommunen stapeln.

Somit treibt das Verkehrsministerium die besagte Unternehmung mit einer einschlägigen Vorlage voran, die es für das Nationale Programm Digitaler Regierungsführung ausarbeitet. Laut den selben Quellen hat die Aktivierung des (Point-) Systems keinen einnahmeorientierten Charakter, sondern zielt dagegen darauf ab, das wüste Chaos bei der Bürokratie zu beheben.

Zweck des Systems ist also, hauptsächlich die Wiederholungssünder zur Räson zu bringen, die bisher wegen ihres schlechten Fahrverhaltens oft auf keine andere Weise belangt werden, da sie abgesehen von dem Strafmandat der Verkehrspolizei – falls dies geschieht – keinerlei weitere Auswirkung zu spüren bekommen.

Trotz des Umstands, dass in Griechenland das sogenannte „Fahrerverhaltens-Kontrollsystem“ (SESO) bereits seit 2007 existiert, begegnet es in der Praxis Fehlfunktionen, und mittlerweile wird erachtet, dass es neugestaltet und automatisch an die Feststellung der Übertretungen verkoppelt werden muss.

Welche ist also die Logik des „Point Systems“? Konkret sieht es vor, dass dem elektronischen „Sündenregister“ des Fahrers für bestimmte Übertretungen Punkte hinzugefügt werden und ihm bei Erreichen von 25 Punkten und analog zu der Kategorie seine Fahrelaubnis entzogen werden wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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