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Griechenland könnte Irland sein

1. Dezember 2019 / Aufrufe: 273
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Griechenland wird von Etlichen für das beste Grundstück der Welt gehalten und könnte bei seinen wirtschaftlichen Leistungen wie Irland oder Singapur sein, ist es aber nicht.

Ist es für Griechenland wirklich so schwer, viele große ausländische Direktinvestitionen (ADI) anzuziehen, damit es innerhalb eines relativ logischen Zeitraums eine starke Exportbasis aufbaut und viele gutbezahlte Arbeitsplätze für seine jungen Leute – innerhalb und außerhalb – des Landes schafft?

Wenn wir das Beispiel Irlands nehmen, hat die Antwort negativ zu lauten.

Irland „hängte“ Portugal und natürlich Griechenland … ab

Die Fakten zeigen, dass Irland und Portugal in den Jahrzehnten 1970 und 1980 – als Anteil des BIP gesehen – ähnliche niedrige ADI-Quoten hatten. Ab 1992 begann Irland, Portugal an Ergebnissen bei der Anziehung von ADI systemisch zu überrunden und gelangte ab 1998 auf ein anderes Niveau. Von 1998 bis 2011 erreichten in Irland die jährlichen ausländischen Direktinvestitionen 15 % des BIP, gegenüber 3,7 % in Portugal. Die Ergebnisse Griechenlands während der selben Periode waren im Vergleich zu Portugal noch niedriger.

Wenn man die einschlägige Größe der beiden Wirtschaften (BIP) in der selben Periode untersucht, ist Folgendes festzustellen: Anfang des Jahrzehnts 1970 war die Wirtschaft Portugals mehr als zweimal größer als jene Irlands – was einleuchtend ist, wenn man berücksichtigt, dass Portugals Bevölkerung ungefähr 2,5 Mal größer ist. In der Periode 1974 – 1984 sinkt das BIP Portugal gegenüber dem Irlands signifikant. Es war die Periode der großen Nationalisierungen nach dem unblutigen Sturz der Junta in Lissabon im Jahr 1974 und sie endete in zwei Interventionen des IWF in der Periode 1978 – 1979 und 1983 – 1985.

Der Eintritt Portugals in die EU im Jahr 1985 erwies sich als Wohltat mit dem Ergebnis, dass die Wirtschaft des iberischen Lands 1992 im Vergleich zu der irischen (wieder) auf den Niveaus der Anfänge des Jahrzehnts 1970 angelangte. Die Anziehung großer und vieler ADI ab Anfang des Jahrzehnts 1980 führte zu dem großen Umsturz. Das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) Irlands überstieg jenes Portugals in absoluten Zahlen trotz des Umstands, dass es nur 45 % der Bevölkerung des letzteren hat. 2018 betrug das BIP Irlands 324 Mrd. Euro, gegenüber gerade einmal 53 Mrd. Euro im Jahr 1995, und Portugals BIP betrug 201 Mrd. Euro, gegenüber 91,6 Mrd. Euro im Jahr 1995. Wenn Sie sich hinsichtlich Griechenlands fragen: seine Wirtschaft erreichte im vergangenen Jahr ungefähr 185 Mrd. Euro – gegenüber 105 Mrd. Euro im Jahr 1995, also vor 25 Jahren.

Griechenland kann von dem irländischen Modell viel lernen

Die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) gestatteten Irland jedoch nicht nur, im Verhältnis zu Portugal, Griechenland und andern Ländern viel schneller zu wachsen, sondern auch seine Außenbilanz auf haltbarere Weise zu finanzieren. Das irländische Modell zur Anziehung von ADI erwies sich in der Schaffung einer starken Exportbasis katalytisch, die maximal zur Erzielung hoher Wachstumsrhythmen beitrug. Wenn man bei etwas verharren sollte, sind dies die drei Säulen des irländischen Modells:

  • Für 10 Jahre keine Gesellschaftssteuer in Branchen, die das Land als signifikant oder – wenn Sie es vorziehen – „strategisch“ betrachtet.
  • Schaffung eines stabilen gesetzlichen Rahmens für ADI und eines effizienten Justizsystems, damit jedwede rechtliche Themen schnell gelöst werden.
  • Entscheidung, bei welchen Industrien Griechenland „Clusters“ schaffen möchte, nachdem vorher eine Einschätzung bezüglich des ausreichenden Humankapitals erfolgt, das nötig ist um solche ADI zu stützen.

In diesem Rahmen sind internationale Firmen in Sparten ausfindig zu machen, die Griechenland anziehen möchte, und hat beharrlich mit ihnen zu flirten. Natürlich erfordert letzteres eine Organisation mit sehr spezialisiertem Personal, das solche Firmen anzuziehen versuchen wird.

Irland tat es in der Praxis für die IT-Dienstleistungen, die Pharma-Industrien usw., was sich in seinen Exporten abzeichnet. Wenn Griechenland wirklich viele große ADI anziehen möchte, kann es von dem erfolgreichen Modell Irlands viel lernen. Das ist nicht so schwer.

(Quelle: euro2day.gr)

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