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Griechenland begünstigt Investitionen

3. Dezember 2019 / Aufrufe: 174
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Vier grundlegende Faktoren, die Investitionen in Griechenland positiv beeinflussen.

Niedrigere Besteuerung für die Unternehmen im Verhältnis zu der Vergangenheit, Rückgang des wirtschaftspolitischen wie auch des finanzwirtschaftlichen Risiko des Landes, Verbesserung des Regierungseffizienz-Indexes sind vier Faktoren, die für die Ansicht sprechen, dass Griechenland tatsächlich von einem armen Verwandten in einer Braut mit guter Mitgift verwandelt werden kann.

Die Dinge scheinen begonnen zu haben, einen konkreten Weg zu nehmen. Der Plan der Regierung unter Premierminister Kyriakos Mitsotakis, Griechenland als Land der Chancen für Investitionen aufzuzeigen, konzentriert das Interesse der Ausländer auf sich, große Investment-Häuser nehmen Griechenland wieder in ihre Pläne auf, während das Klima sich noch mehr ändern wird, wenn die jüngsten steuerlichen Erleichterungen für die Unternehmen sich in der Praxis abzuzeichnen beginnen werden.

Griechenland schlägt einen anderen Weg als andere Länder ein

Solche Politiken, die mit der „Waffe“ der Erleichterung der Unternehmen hinsichtlich steuerlicher Lasten auf die Freisetzung produktiver Kräfte abzielen, bewegen sich in einer völlig entgegengesetzten Richtung als jene, die in anderen Ländern wie beispielsweise Großbritannien umgesetzt werden.

Wegen des Brexit und damit die britische Wirtschaft mittels staatlicher Ausgaben angeheizt wird, wetteifern dort Boris Johnson mit Jeremy Corbyn darin, wie zu Lasten des privaten Sektors Mittel eingespart werden können. Was erklärt, warum ersterer eine „Einfrierung“ des Steuersatzes der Unternehmen bei 19 % (anstatt der geplanten Senkung auf 17 %) ankündigte, während letzterer in „rachsüchtigerer“ Gesinnung die Erhöhung des konkreten Steuersatzes (natürlich, sofern er gewählt wird) auf … 26 % ankündigte!

In Griechenland schein wir uns glücklicherweise von solchen Denkweisen entfernt zu haben. Seit der Finanzkrise und danach ungefähr ein Viertel des griechischen BIP verloren habend, plant der Wirtschaftsstab der Regierung eine Senkung des griechischen Steuersatzes für Unternehmen von derzeit 28 % auf 24 % im Jahr 2020. Und es besteht ebenfalls Aussicht auf eine weitere Senkung auf 24 % im Jahr 2021.

Logischerweise werden die vorstehenden steuerlichen Erleichterungen die Investitionsaktivität stimulieren, die Griechenland so nötig hat, da der IWF einschätzt, die Investitionen (als Prozentsatz des BIP) werden von 13,8 % im Jahr 2019 gerade einmal auf … 16,7 % im Jahr 2024 ansteigen.

4 grundlegende Faktoren begünstigen Investitionen in Griechenland

Faktisch werden Investitionen in Griechenland in einem großen Grad von vier grundlegenden Faktoren positiv beeinflusst:

  1. Der Minderung der Differenz des griechischen Steuersatzes für Unternehmen und dem entsprechenden Satz der OECD. Ich merke an, dass der durchschnittliche Steuersatz in der OECD sich bei 23,52 % befindet. Er ist also niedriger als der griechische.
  2. Dem Rückgang des wirtschaftspolitischen Risikos Griechenlands. Wie auch aus den Einschätzungen der S. Fountas, P. Karatasis und P. Tzikas der Universität Makedoniens erscheint, stellt das wirtschaftliche Risiko sich tatsächlich gemindert dar.
  3. Dem Rückgang des finanzwirtschaftlichen Landesrisikos, das die Änderungen bei Währung und Renditen der Firmen- und Staatsanleihen auf Basis der Einschätzungen der EZB berücksichtigt. Das finanzwirtschaftliche Risiko Griechenlands verzeichnet derzeit eine klare Deeskalation.
  4. Der Verbesserung des „Regierungseffizienz-Indexes“. Der konkrete Index verzeichnet die Qualität der gebotenen öffentlichen Dienstleistungen und den Grad der Unabhängigkeit des Staatsapparats von politischen Drücken. Hier rangiert Griechenland unter 214 Staaten gerade einmal auf Platz 73.

Aus quantitativer (ökonometrischer) Sicht ist die Auswirkung (das spezifische Gewicht) des Regierungseffizienz-Indexes auf die Investitionen im Vergleich zu der Auswirkung (dem spezifischen Gewicht) der übrigen Variablen um ein Vielfaches größer. Praktisch bedeutet dies, dass Griechenland gut daran tut, die Besteuerung der Unternehmen zu senken.

Eine viel größere Priorität ist jedoch der Verbesserung des Staatsapparats beizumessen, der sich sogar auch heute noch den Reformen widersetzt … . Etwas, das wir neulich auch mit dem unglücklichen Beispiel des – bitteschön 80 Jahre alten! – Möchtegern-Krankenhausdirektors sahen … . Muss Premierminister Kyriakos Mitsotakis wirklich kontinuierlich allen im Nacken sitzen, damit solche Situationen vermieden werden?

(Quelle: liberal.gr, Autor: Kostas Milas, Professor und Vorsitzender des Forschungssektors in der Abteilung für Wirtschaft, Finanzwirtschaft und Logistik, Universität Liverpool)

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