Explosion der Migrantenströme nach Griechenland

29. Dezember 2019 / Aufrufe: 553

Während 2019 der Strom illegaler Migranten nach Italien auf die Hälfte sank, schoss er in Griechenland um 94,6 und in Zypern sogar um 572,5 Prozent in die Höhe.

Zur Stunde, wo die Anzahl der in Italien illegal über den Seeweg angelangten Migranten 2019 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 50 % erreichte, schnellte deren Anzahl in Griechenland um 94,6 % und in Zypern sogar um 572,5 % empor.

Der Umstand, dass Griechenland mittlerweile die Hauptzugangspforte für die per See in Europa angelangenden Flüchtlinge und illegalen Migranten ist, versetzt die europäischen Behörden in Beunruhigung.

Griechenland ist Hauptpforte illegaler Immigranten nach Europa

Laut den von den italienischen Behörden an die Öffentlichkeit gegebenen statistischen Daten verzeichnete im Vergleich zu 2017 die in diesem Jahr in dem Land angelangten Migranten und Flüchtlinge einen Rückgang um ungefähr 90 %! Seit Anfang bis zum 24 Dezember des Jahres 2019 trafen an den italienischen Küsten 11.439 Migranten ein. Im vergangenen Jahr betrug ihre Anzahl in der selben Periode 23.210 und 2017 waren es 118.914. Hauptherkunftsland der Migranten war 2019 Tunesien (2.654), gefolgt von Pakistan und der Elfenbeinküste.

Hauptgrund für den drastischen Rückgang der Anzahl illegal in Italien angelangender Migranten ist die 2017 zwischen der italienischen Regierung und Libyen getroffene umstrittene Vereinbarung. Auf deren Basis stellte Italien Gelder und Ausrüstung für die Wiederherstellung der Effizienz der libyschen Küstenwacht bereit, damit sie die nach Europa zu gelangen anstrebenden Migranten aufhält. Daraufhin verzeichnete die Anzahl der Ankünfte von Migranten einen Rückgang, die Kritiker merken jedoch an, dies sei zu Lasten der Menschenrechte geschehen, da die in Libyen in Lagern festgesetzten Migranten Misshandlungen und Folterungen ausgesetzt sind.

Jedenfalls sind die Nachrichten nicht für alle Länder Europas zuversichtlich. Die Ankünfte auf den griechischen Inseln verdoppelten sich 2019 fast, wobei in Griechenland in diesem Jahr 60.363 Flüchtlinge und Migranten angelangten, während auf die Karte der Mittelmeer-Routen inzwischen auch Zypern und Malta gekommen sind, wo die Ankünfte entsprechend einen Anstieg um fast 600 % und um 185,2 % verzeichneten.

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. Ignacio
    10. Januar 2020, 17:39 | #1

    60.000 Menschen müssten niemanden beunruhigen – wenn es eine gemeinsame europäische Verantwortung gäbe. Stattdessen wird Griechenland (und werden innerhalb Griechenlands die Inseln) mit dieser Aufgabe weitgehend allein gelassen.

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