Bruchlandung für Airbnb in Griechenland

7. Dezember 2019 / Aufrufe: 596

Ein Gericht in Griechenland fällte ein epochales Urteil gegen die Eigentümerin einer für Kurzzeitvermietungen genutzten Wohnung.

In Griechenland, wo Plattformen wie Airbnb in den letzten Jahren ständig an Boden gewinnen, fällte das Landgericht Nafplion ein Urteil gewichtiger Signifikanz, indem es die Kurzzeitvermietung einer in einem Mehrparteienhaus der Stadt gelegenen Wohnung per Airbnb endgültig untersagte.

Es besteht kein Zweifel, dass besagtes Urteil für ähnliche Falle in ganz Griechenland einen Weg öffnet.

Gericht in Griechenland untersagt Kurzzeitvermietung in Mehrfamilienhaus

In der Essenz gibt die Einzelrichterkammer des Landgerichts Nafplion dem Antrag der übrigen Wohnungseigentümer des Mehrparteienhauses auf Sicherungsmaßnahmen statt, die ihre Wohnung über Airbnb vermietenden Eigentümerin auffordern, die gewerbliche Nutzung als touristische Unterkunft zukünftig nicht zu wiederholen. Ebenfalls droht zu ihren Lasten das Gericht die einmonatige persönliche Inhaftierung und eine Geldstrafe von 1.000 Euro für jede Missachtung der Urteilsbegründung an. Schließlich erlegt es ihr auch die Gerichtskosten der Antragsteller auf, die es auf den Betrag von dreihundert Euro (300,00) Euro festsetzt.

Angesichts des Umstands, dass sich im ganzen Staatsgebiet die Mieter mehren, die gegen Airbnb sind, handelt es sich zweifellos um ein Urteil, das in ganz Griechenland einen „Tsunami“ hervorzurufen vermag. Vorausgegangen war die in den Annalen erste einstweilige Verfügung, die bis zur Verhandlung der Sache am 25 September 2019 und dem schließlich am 07 November 2019 verkündeten Urteil 263/2019 eine kurz befristete und gelegentliche Vermietung in einem Mehrparteienhaus untersagt.

Die Beschwerden der übrigen Eigentümer

Unter den Gründen, aus denen die übrigen Eigentümer rechtlich vorgingen, sind die dauerhafte Einnahme des Swimmingpools des Mehrparteienhauses durch die Kunden der beklagten Eigentümerin, der von den Mietern verursachte Lärm, der von letzteren auf Gemeinschaftsflächen zurückgelassene Müll, Belegung der Parkplätze und noch vieles mehr.

Schließlich konnten laut dem Inserat in der angebotenen Immobilie bis zu zehn Personen beherbergt werden, die Beschwerdeführer vertraten jedoch, dass sich häufig mehr Personen in der Wohnung aufhielten.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Kommentare sind geschlossen