Wo Griechenlands Bürger ihr Geld haben

14. November 2019 / Aufrufe: 560

Griechenlands Bürger führen im europäischen Vergleich die höchsten Anteile ihres mobilen Vermögens in Bargeld und Bankeinlagen.

Die Griechen sind Verehrer des Bargelds und diesbezüglich Champions in Europa, da sie den größten Anteil ihres beweglichen Vermögens in Bargeld halten.

Angaben des Instituts für Wirtschaft- und Industrieuntersuchungen (IOBE) zufolge tangiert in Griechenland der Anteil 10,4 %, gegenüber einem Durchschnittswert von gerade einmal 2,4 % in Europa, und wenn auch die Bankguthaben hinzugerechnet werden, tangiert die Summe des Vermögens in Bargeld 64,4 %, gegenüber im Durchschnitt 31,3 % in der EU.

18,6 % finanzwirtschaftlicher Vermögenswerte sind im Ausland

Die wirtschaftliche Krise brachte Griechenlands Bürger auch im weiteren Sinn dazu, Geld unter die Matratze zu stecken, während die Beibehaltung des beweglichen Vermögens in Form von Guthaben parallel auch das Misstrauen gegenüber anderen Formen von Investitionen wie in Anleihen, Aktion und Fonds zeigt, das mit dem Schnitt der Anleihen im Jahr 2012, aber der Börsenkrise in Verbindung steht.

Ein bemerkenswerter Befund ist, dass 18,6 % der Guthaben, Investitionen in Aktien und Fonds, Anleihen und geschäftlicher Forderungen griechischer Unternehmen und Haushalte sich im Ausland zu befinden scheinen. Laut den Angaben einer Untersuchung des IOBE beliefen sie sich Ende 2018 auf 57,5 Mrd. Euro und entsprachen einem Anteil von 18,6 % der Summe der finanzwirtschaftlichen Vermögenswerte. Das Hauptvolumen der außerhalb Griechenlands bleibenden Gelder ist in Guthaben (58,5 %) und sekundär in Aktien usw. platziert.

Entwicklung der Bankeinlagen in Griechenland

Laut den Angaben der Griechischen Bank zeigten die Guthaben von Unternehmen und privaten Haushalten im September einen kleinen Anstieg und gestalteten sich Ende September auf 114,4 Mrd. Euro, gegenüber 114,2 Mrd. Euro im August. Detaillierter zeigten die Guthaben der Unternehmen einen Rückgang um 723 Mio. Euro, gegenüber einem Rückgang um 25 Mio. Euro im Vormonat, und der jährliche Änderungsrhythmus gestaltete sich auf 4,1 %, gegenüber 5,9 % im Vormonat.

Spezieller sanken die Guthaben der keine Finanzunternehmen darstellenden Unternehmen um 467 Mio. Euro, gegenüber einem Anstieg um 167 Mio. Euro im Vormonat, und die Guthaben der Versicherungsunternehmen und übrigen Finanzinstitute gingen um 256 Mio. Euro zurück, gegenüber einem Rückgang um 192 Mio. Euro im Vormonat. Einen Anstieg um 101 Mio. Euro zeigten dagegen die Guthaben der Haushalte und privaten Unternehmen und gemeinnützigen Stiftungen und der jährliche Änderungsrhythmus gestaltete sich auf 6,0 %, gegenüber 6,3 % im Vormonat.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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