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Konsumenten in Griechenland drohen … Stromschläge

25. November 2019 / Aktualisiert: 28. November 2019 / Aufrufe: 479
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Ein Wechsel des Stromanbieters in Griechenland sollte gründlich überdacht werden.

In Griechenland werden nicht erst seit den jüngst kurzfristig verfügten erneuten empfindlichen Tariferhöhungen der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) die Verbraucher im Auftrag alternativer Stromanbieter praktisch alltäglich von mehr oder weniger seriösen Callcentern und Telefonverkäufern aggressiv mit unverlangten Anrufen bombardiert und belästigt.

Es versteht sich von selbst, dass im Rahmen dieser „professionellen Kaltaquisen“ auf breiter Basis mit unlauteren Bandagen gekämpft wird und das höhere Ziel in der Regel darin besteht, arglose Interessenten nicht etwa sachlich zu informieren und zu beraten, sondern möglichst lukrativ über den Tisch zu ziehen.

Lohnt sich ein Wechsel des Stromanbieters in Griechenland?

Bevor jemand überhaupt in Erwägung zieht, in Griechenland den Stromanbieter zu wechseln, sollte er sich unbedingt erst einmal vergegenwärtigen, was, wie viel und wofür er bei dem gegenwärtigen Versorger (be-) zahlt. In diesem Zusammenhang sei ausdrücklich betont, dass sich bei den sogenannten „allgemeinen Belastungen“ (also unabdingbar / untrennbar mittels der Stromrechnung beigetriebenen Gebühren und Abgaben) definitiv nichts einsparen lässt und die diversen Anbieter einzig und allein die reinen Energie- / Stromtarife und Grundgebühren individuell zu bestimmen vermögen.

Die DEI hat ab September 2019 ihren regulären Tarif für (einphasig) über das Niederspannungsnetz versorgte private Haushalte auf ab ca. ab 0,11 Euro pro Kilowattstunde (+ MwSt.) festgesetzt und erhebt dabei eine monatliche Grundgebühr von knapp 0,25 Euro. Parallel wurde der bisher bei fristgerechter Begleichung fälliger Rechnung auf den Stromverbrauch (!) gewährte Bonus von 10 % auf 5 % gekappt. In diesem Rahmen bestehende Belieferungs- / Versorgungsverträge sind jederzeit kündbar.

Der derzeit augenscheinlich „billigste“ alternative Stromversorger lockt dagegen mit in der selben Kategorie ausgelobten resultierenden Preisen ab ca. 0,063 Euro pro Kilowattstunde, verlangt allerdings sowohl eine zweijährige vertragliche Bindung als auch eine monatliche Grundgebühr in Höhe von 3,90 Euro / 30 Tage – was in den „Verkaufsgesprächen“ in der Regel geflissentlich unter den Tisch fällt.

Fallen bei Wechsel des Stromanbieters in Griechenland

Schon hier beginnt verständlich zu werden, dass speziell für Konsumenten mit einem relativ niedrigen Stromverbrauch der Wechsel von der „teuren“ DEI zum „billigen Jakob“ schnell zum Bumerang wird – zumal die DEI plant, sich ab 2020 mit lukrativen Angeboten zu „profilieren“.

Weiter werben alternative Anbieter mit dem Argument, den Wechsel zu ihnen unbürokratisch abzuwickeln und assoziieren, es werden keine weiteren Kosten fällig. Dazu ist allerdings anzumerken, dass auf Basis einer in den Urzeiten der Elektrifizierung Griechenlands verfügten und bis heute in Kraft stehenden Bestimmung für an das öffentliche Stromversorgungsnetz angeschlossene Haushaltsverbraucher spätestens alle 17 Jahre ein von einem zertifizierten Elektro-Installateur bestätigter Installationsplan einzureichen ist.

In der Praxis kümmert die DEI sich sogar bei schon vor Jahrzehnten eingegangenen Verträgen herzlich wenig um besagte Bestimmung, solange der (beispielsweise sogar auf den Namen lange verstorbener Personen lautende) Vertrag unverändert weiterläuft. Nach einem Anbieterwechsel bekommt jedoch in solchen Fällen der Verbraucher prompt prompt einen „Blauen Brief“ von dem DEDDEI und wird unter Androhung der Unterbrechung der Stromversorgung aufgefordert, einen aktuellen Installationsplan einzureichen. Die in einer Größenordnung ab minimal 80 Euro liegenden Kosten werden also nicht – wie gerne unlauter assoziiert wird – vermieden, sondern nur verlagert.

Letztendlich ist unbedingt zu berücksichtigen, dass die unter der Voraussetzung fristgerecht beglichener Rechnungen ausgelobten (Sonder-) Rabatte nur für den regulären Tarif gelten. Wer dagegen berechtigt ist, den sogenannten Sozialtarif (KOT) in Anspruch zu nehmen, verliert einerseits bis zu dem (derzeit beispielsweise für einen 2-Personen-Haushalt auf 1.600 Kilowattstunden je Quartal) festgesetzten Kontingent den versprochenen Rabatt und bezahlt schließlich unter dem Strich gegebenenfalls sogar mehr als vor dem Anbieterwechsel!

Achtung: Wenn speziell im Rahmen telefonischer Verkaufsgespräche / „Beratungen“ die Frage nach einer unverbindlichen Zusendung des entsprechenden Antrags / Vertrags (sei es auch nur per E-Mail oder Fax) unter fadenscheinigen Ausflüchten „abgeblockt“ wird, sollten prompt die Alarmglocken schrillen!

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