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Griechenland will Steuerwesen weiter „digitalisieren“

24. November 2019 / Aufrufe: 259
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Griechenlands Finanzministerium will mittels elektronisch automatisierter Abläufe gegen Steuerhinterziehung und Bürokratie vorgehen.

Im europäischen Vergleich müssen in Griechenland die Unternehmen rund die doppelte Zeit „verpulvern“ um ihren formalen steuerlichen Verpflichtungen nachzukommen.

Dies wird im Kleingedruckten des Berichts der Europäischen Kommission über die sogenannte vierte post-memorandische „Bewertung“ angemerkt, der jüngst an die Öffentlichkeit gegeben wurde und eins der – zugegebenermaßen vielen – Gebrechen der griechischen Steuerarchitektur aufzeigt.

Griechenlands Steuerverwaltung plant drei grundlegende Eingriffe

Im griechischen Finanzministerium sind eine Reihe von Eingriffen korrigierenden Charakters auf die Bahn gebracht worden, damit die Verwaltungskosten für die Anpassung der Unternehmen an die Steuergesetzgebung reduziert werden, aber auch um die Steuerhinterziehung zu bekämpfen und dem Staat zusätzlichen fiskalischen Raum zu bieten. Konkreter sind die folgenden Eingriffe eingeleitet worden, die sich innerhalb des Jahres 2020 entfalten werden:

• Vollständig elektronische Rechnungsstellung. Schrittweise werden alle Unternehmen ihre Rechnungen auf elektronische Weise und in direkter Vernetzung mit dem TAXISnet ausstellen. Auf diese Weise wird drastisch die Ausgabe gefälschter Rechnungen bekämpft werden. Parallel wird mit diesem Eingriff auch die Ausstellung fiktiver Steuerbelege bekämpft werden, da fortan sehr leicht zu prüfen sein wird, ob die Aufwendung real ist.

• Elektronische Buchführung. Mit der Etablierung der elektronischen Buchführung wird für die Unternehmen auch die automatisierte elektronische Führung von Geschäftsbüchern möglich werden. Mit der Ausstellung einer Verkaufsrechnung wird die Einnahme sofort in den elektronischen Büchern des Ausstellers und die einschlägige gewerbliche Ausgabe in den Büchern des Rechnungsempfängers verbucht werden. Auf diese Weise werden schrittweise die handschriftliche Führung von Büchern und die Eingabe von Daten wie der Lieferanten- / Kundenaufstellungen (MYF) abgeschafft werden.

• Vernetzung der Registrierkassen der Unternehmen mit dem TAXISnet. Diese Vernetzung zielt darauf ab, über den Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen einen „Big Brother“ zu schaffen, damit die Schwankung ihrer Umsätze beobachtet wird, was auch zur Auswahl der Fälle für eine Steuerprüfung beitragen soll. Parallel wird aus der Vernetzung auch automatisiert die von jedem Unternehmen eingenommene Mehrwertsteuer hervorgehen, während ebenfalls die Fälle der Nutzung gefälschter und nicht deklarierter Registrierkassen bekämpft werden.

Wenn alles Vorstehende in seiner finalen Form und vollumfänglich funktioniert, wird die Steuerverwaltung zu einer gehörigen Portion der Automatisierung bei der Ausfüllung der Steuererklärungen jeder Art schreiten und es den Unternehmen leichter machen. Beispielsweise sollen dann die periodische MwSt.-Erklärung, die jährliche Einkommensteuererklärung und die sie begleitenden Formulare (E3 usw.) automatisch ausgefüllt werden und für die Unternehmen die Verwaltungskosten senken.

(Quelle: capital.gr, Autor: Spyros Dimitrelis)

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