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Griechenland nimmt Blasphemie-Bestimmung zurück

13. November 2019 / Aufrufe: 460
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Nach einschlägigen Reaktionen will Griechenland die Bestimmung über Blasphemie wieder aus dem neuen Strafgesetzbuch streichen.

Griechenlands Justizminister Kostas Tsiapras erklärte, die in das neue Strafgesetzbuch aufgenommene Bestimmung bezüglich der Blasphemie werde nach den hervorgerufenen Reaktionen zurückgenommen werden.

Er selbst begründete den Vorschlag zur Wiedereinführung der konkreten Bestimmung mit „einer Bemühung um den Schutz der Rechte religiöser Minderheiten„.

Gotteslästerung ist auch in anderen europäischen Ländern strafbar

Zu dem TV-Sender SKAI sprechend führte der Justizminister die Wiedereinführung der konkreten Bestimmung auf einen von der Regierung unternommenen „Versuch zum Schutz der Rechte religiöser Minderheiten“ zurück, da – wie er sagte – „wir uns vor Geschehnissen befinden, die sich in der griechischen Gesellschaft auf negative Weise entwickeln, und ich spreche von der Kollision zwischen Gruppen diverser Immigranten, die im griechischen Hinterland angesiedelt werden und Spannungen schaffen„.

Der Minister merkte ebenfalls an, wenigstens fünf europäische Länder haben die selbe Bestimmung, und Dänemark wiederum das sie abgeschafft hatte, führte sie wieder ein. Trotz allem betonte er, nicht zu wollen, dass die Essenz verloren geht, und in diesem Sinn werde die konkrete Bestimmung zurückgenommen werden.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Hieronymus II. verteidigt den Schutz des Empfindens der Gläubigen

Zur Stunde, wo Griechenlands Regierung zurückzustecken scheint und wie von Justizminister Kostas Tsiaras angekündigt die Bestimmung bezüglich der Blasphemie im neuen Strafgesetzbuch zurücknimmt, bezog Erzbischof Hieronymus / Ieronymos von Athen persönlich Stellung zu dem Thema und erklärte:

Die Wiederaufnahme der Bestimmungen über den Strafbestand der böswilligen Blasphemie und Beschimpfung von Religionen in das Strafgesetzbuch zielt offenkundig nicht auf den Schutz Gottes, der Götter, der Orthodoxen Kirche und jeder anderen Religion ab, da sie keines menschlichen Schutzes bedürfen. Sie zielt jedoch auf die Bewahrung des religiösen Empfindens der Gläubigen und des in besonders bewegten Zeiten höheren Interesses des gesellschaftlichen Friedens und Zusammenhalts, von Gütern ab, die nicht zu Gunsten der Logik des ‚Anspruchs‘ auf eine Beschimpfungen, Hass und Fanatismus beinhaltende Redefreiheit mit Füßen getreten werden dürfen. Vor allem ist das Thema jedoch ein Thema der Zivilisation, was jeder Mensch leicht wahrzunehmen vermag, wenn er nur den Schleier der obsessiven Hartnäckigkeit und nihilistischen Verknöcherungen abwirft.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    13. November 2019, 03:19 | #1

    Herr Justizminister tut gut daran die neue Bestimmung wieder zurück zu nehmen, jetzt wo die Menschen sensibilisiert sind. Die ohnehin zu gering besetzte Justiz wäre heillos überfordert. Warum? Na, weil das mit den in GR üblichen Gepflogenheiten der Beschimpfung zu tun hat.
    Während man in D beim Fluchen deutlich anal fixiert ist (Sch..ße, A…loch, du kannst mich mal…) ist der Grieche doch eher an seiner Vorderseite orientiert und droht damit, sie in Aktion zu bringen: ich f… deinen Gott, deinen Christus, deine Muttergottes oder noch schlimmer deine Mutter.
    Weil das in früheren Zeiten normaler Sprachgebrauch war, hatte man sich entschlossen, ein nicht angewandtes Gesetz zu streichen. Vernünftig! Jetzt versucht die Religionslobby das Gesetz durch die Hintertür (also anal) wieder einzuführen – hach, ich liebe Wortspiele. Um das zu motivieren, sollen aber die religiösen Minderheiten den A…. hinhalten.

  2. 13. November 2019, 19:50 | #2

    Ich bin ein sehr friedlicher Mensch. Ich bin aber auch Atheist. Wer schützt mich vor diesen ekeligen sexuell sehr seltsam orientierten, religiösen Menschen, welche kein anderes Ziel haben als anderen Menschen ihre pervertierte Weltanschauung aufzuzwingen. Ich fühle mich bei dem Gedanken, dass mich Leute bevormunden, welche ihren obersten Heiligen, diesen Jesus, zuerst grausam abgemurkst haben um ihn danach als Vorbild auszubeuten. Genau so verletzt es mich zu tiefst, wenn ich sehe, wie viele Menschen auf das Grausamste ermordet wurden von religiösen Fanatikern, welche immer von sich sagen, dass sie die Heilsbringer wären. Nach dem ich im Alter von 6-7 Jahren von einem Popen begrapscht und belutscht wurde, bin ich nun der Meinung, dass es KEINE Religionsfreiheit geben darf. Alle aktiven Bekehrer und Bekenner gehören in einen sicheren Käfig, und die, welche als Mitglieder dieser Menschen verachtenden Institutionen sich mit schuldig gemacht haben an den Verbrechen dieser Scheinheiligen Banden, sollten zumindest hohe Strafen erhalten und mit den Völkermorden und Misshandlungen im Namen der Kirche wöchentlich mindestens ein Mal konfrontiert werden. Es sind immerhin weit über 200.000.000 Menschen, welche alleine von der katholischen Kirche auf das Grausamste ermordet wurden.

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