Neuer Raubzug der Banken in Griechenland

14. Oktober 2019 / Aufrufe: 722

Griechenlands Banken schreiten wieder zu neuen unverschämten Erhöhungen ihrer Provisionen selbst auch für simple Vorgänge an den Bankautomaten.

In Griechenland scheint nur noch die Atemluft der in den Filialen der Banken verkehrenden Kunden von der neuen Gebührenwelle verschont zu bleiben, die von den Kreditinstitute zwecks Verbesserung ihrer Ertragslage herbeigeführt wurde

Bereits seit Mitte September 2019 sind die Provisionen für Barzahlungen am Schalter signifikant erhöht worden, während bis Ende des Jahres schrittweise eine Abzocke sogar auch auf die Änderung der PIN für Kredit- und Debit- / Konto-Karten verhängt werden wird!

Griechenlands Banken zocken Kunden unbehelligt ab

Mit den neuen Belastungen versuchen die Leitungen der Banken ihre Gewinne auf dem Rücken ihrer Kunden zu erhöhen. Die Bürger sind praktisch „eingekesselt“, da fast alle Bewegungen wie unter anderem Gehalts-, Lohn- und Rentenzahlung, aber auch die Begleichung steuerlicher Verpflichtungen obligatorisch über die Banken laufen müssen.

Parallel bemühen die Kreditinstitute sich, den Verkehr in den Geschäftsstellen einzuschränken und ihre Kunden zur Nutzung elektronischer Transaktionsmittel zu bringen, damit sie ihre Pläne zur Reduzierung der Betriebskosten per Personalabbau und Schließung von Filialen erleichtern. Die missbräuchlichen Praktiken der Banken haben den zuständigen Staatssekretär Giorgos Zavvos und den Leiter der Griechischen Bank, Giannis Stournaras,  nicht im Geringsten bewegt, sie schauen den Entwicklungen einfach nur zu. Entwicklungen, die alle mit den Banken Verkehrenden – also fast alle Griechen – noch mehr belasten werden.

Provisionen werden fortan auch für eine Reihe bisher kostenlos erbrachter Services erhoben werden, wie beispielsweise für die Neuausstellung oder Verlängerung einer Debit-Karte, die Ausstellung einer PIN im Fall, wo der Inhaber der Karte die anfängliche PIN vergaß, oder sogar auch die Informierung über die Kontobewegungen per ATM.

Harmonisierte „Gebühren-Attacke“ der Banken in Griechenland

So gab spezieller die Nationalbank (ETE / NBG) bekannt, ab dem 31 Oktober 2019 jede Kontostandabfrage mit 0,20 Euro in Rechnung zu stellen, wenn sie an einem Automaten (ATM) einer anderen Bank innerhalb der Eurozone erfolgt, während sie den Ausdruck der letzten (7)Bewegungen („Mini-Auszug“) sogar auch dann mit 0,15 Euro berechnet, wenn der Kunde den Automaten der Bank benutzt.

Einen Monat später (sprich ab dem 30 November 2019) werden die Kunden der Nationalbank für die Änderung / erneute Ausstellung der PIN einer Kredit- oder Debit-Karte mit 3 Euro belastet werden, während nach Meldung von Verlust / Diebstahl / Abnutzung / einer nicht automatisierten Erneuerung einer (Debit- / Konto- / Kredit-) Karte eine Provision von 6 Euro erhoben wird. Ab dem 31 Dezember 2019 wird sogar auch die – bisher kostenlose -turnusmäßige Neuausstellung / Verlängerung der Debit-Karten der ETE mit jeweils 6 Euro zu Buche schlagen.

Bei der Piräus-Bank wiederum werden seit Mitte September 2019 alle Bareinzahlungen am Schalter (für Strom Wasser, Finanzamt), für die bisher eine Provision von 1,90 Euro erhoben wurde, fortan mit 2,80 Euro belastet, während auch bei anderen Transaktionen die Belastungen deutlich erhöht wurden.

Mit harschen neuen Jahresgebühren werden sich aber auch Inhaber selbst bisher völlig kostenloser Kreditkarten konfrontiert sehen und fortan je nach Art und Status der Kreditkarte Jahresbeiträge ab 25 bis gegebenenfalls deutlich über 50 Euro in Kauf nehmen müssen.

Im übrigen ist wohl kaum mehr erwähnenswert, dass die Banken wieder einmal unbehelligt praktisch zeitgleich zu „harmonisierten“ Erhöhungen der Gebühren / Provisionen schreiten … .

(Quellen: dimokratianews.gr, Medienberichte)

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