In Griechenland brodelt es

22. Oktober 2019 / Aufrufe: 556

In Griechenland werden immer häufiger gewaltsame Zusammenstöße zwischen der lokalen Bevölkerung und überwiegend jungen Migranten verzeichnet.

Die Stadt Alexandria des Verwaltungsbezirks Imathia im Norden Griechenlands erinnert an einen brodelnden Kessel, nachdem im Morgengrauen des vergangenen Sonntags (20 Oktober 2019) zwischen Roma aus der Siedlung Agiou Georgiou und im Flüchtlingslager der Region lebenden jungen Migranten eine formlose Fehde ausbrach.

Wie das Nachrichtenportal thestival berichtete, versammelten sich am Sonntagabend mehr als 150 Zigeuner aus der Siedlung Agios Georgios in der Absicht in der Nähe des Lagers, dort versammelte Migranten anzugreifen. Anlass für die konkrete Reaktion der Roma stellte der Umstand dar, dass kurz vorher eine Migrantengruppe die Fahrer zweier an dem Eingang des Auffangzentrums vorbeifahrender Motorräder mit Gegenständen beworfen hatten.

Der Beginn der „Vendetta“ zwischen Roma und Migranten

Am Eingang des Lagers versammelten sich junge Migranten, die Knüppel hielten und sich anschickten, mit den Zigeunern aneinanderzugeraten. Der Zusammenstoß wurde im letzten Moment dank des Eingreifens starker Polizeikräfte verhindert, die sich zwischen den beiden Gruppen positionierten. Ein Augenzeuge erklärte gegenüber thestival, die Zigeuner hätten mit Karabinern Schüsse in die Luft abgegeben um die Migranten einzuschüchtern.

Begonnen hatte der „Krieg“ zwischen Roma und Migranten am Abend des Samstags (19 Oktober 2019), als in einem Vergnügungslokal der Stadt Alexandria ein Schulball im Gang war. Laut den Beschwerden der Veranstalter der Ballveranstaltung wollten diverse Migranten in die Vergnügungsstätte eingelassen werden, ohne den Eintrittspreis zu bezahlen. Die selben Meldungen führten an, die jungen Migranten haben eine Gruppe Mädchen belästigt. Die Migranten wurden daraufhin der Stätte verwiesen, kehrten jedoch mit Verstärkung zurück. Es folgten Handgemenge und eine Steinschlacht im Zentrum der Stadt Alexandria. Es bedurfte des Eingreifens der Polizei um der Kollision ein Ende zu setzen.

Bürger drohen, das Recht selbst in die Hand zu nehmen

Im weiteren Verlauf war für Montagmorgen (21 Oktober 2019) um 09:00 Uhr ein Treffen der Einwohner, Polizei, Gemeinde und anderer involvierter Träger im Rathaus der Stadt Alexandria anberaumt worden, damit die Lage entspannt wird.

Die Zigeuner der Siedlung Agios Georgios erklären sich jedoch entschlossen, das Gesetz selbst in die Hände zu nehmen, wenn sie weiterhin Ziel provokanter Verhaltensweisen seitens der Migranten des Auffanglagers der Stadt werden. Als einzige Lösung schlagen sie die umgehende Entfernung der Einrichtung vor.

(Quelle: thestival.gr)

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