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Medizinische Versorgung von Ausländern in Griechenland

20. August 2019 / Aufrufe: 1.053

Griechenland will fortan konsequent die Kosten im öffentlichen Gesundheitssystem an Ausländer erbrachter medizinischer Leistungen beitreiben.

Das griechische Gesundheitsministerium plant ein System zur Erfassung und Beitreibung der Behandlungskosten von den Europäern und Einwohnern dritter Länder, die Griechenland besuchen und die Dienste des öffentlichen Gesundheitssystems in Anspruch nehmen.

Nicht ein einziger Euro der griechischen Steuerzahler soll verloren gehen. Die griechischen Steuerzahler werden nicht mehr die Dienste bezahlen, die das Nationale Gesundheitssystem (ESY) an ausländische Versicherte erbringt„, unterstrich Gesundheitsminister Vasilis Kikilias.

EU-Bürger ohne EHIC oder PEB sollen in Griechenland privat zahlen

In einem an die Gesundheitsbehörden der Verwaltungsbezirke verschickten Rundschreiben wird angeführt, dass alle öffentlichen (Gesundheits-) Einrichtungen des Landes, die an Bürger der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und sonstiger Länder während deren Aufenthalt in Griechenland ärztlich notwendig oder dringlich werdende medizinische Sachleistungen erbringen, Nachstehendes zu berücksichtigen haben:

Sofern sie medizinische Sachleistungen an Versicherte europäischer Länder unter Nutzung einer Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) oder Provisorischen Ersatzbescheinigung (PEB) erbringen, schulden sie, die Kosten an den Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) einzureichen und parallel innerhalb eines kurzen Zeitraums ab dem Erbringungsdatum der Leistung den Upload des als PDF-Datei eingescannten Dokuments vorzunehmen, damit die rechtzeitige Beitreibung der Kosten von den entsprechenden europäischen Trägern sichergestellt wird.

In den Fällen einer Erbringung medizinischer Sachleistungen an Versicherte europäischer Länder, die in dem Moment der Erbringung der Leistung keinen geeigneten schriftlichen Berechtigungsnachweis (EHIC) mit sich führen und sofern sie (im Fall einer stationären Behandlung) nicht schaffen, rechtzeitig eine PEB beizubringen, schulden sie, die Kosten für die erbrachten Dienste privat zu erheben und gleichzeitig dem Versicherten alle erforderlichen Belege auszustellen, damit letzterer sie bei seinem Versicherungsträger zur Erstattung einreicht, wenn er in sein Land zurückkehrt.

Sofern sie medizinische Sachleistungen an nicht direkt oder indirekt versicherte griechische Bürger oder Landsleute griechischer Abstammung, an Bürger von Mitgliedstaaten der Europäischen Union und übriger Drittstaaten, die über Legitimationspapiere für einen Aufenthalt in Griechenland verfügen, sowie auch an deren Familienmitglieder erbringen, schulden sie, die Kosten an den EOPYY einzureichen.

In Fällen einer Erbringung medizinischer Sachleistungen an Versicherte dritter Länder außerhalb der EU schulden sie, die Kosten für die erbrachten Dienste angesichts des Umstands privat zu erheben, dass mit Drittländern keine Abkommen über die Deckung medizinischer Sachleistungen existieren.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    21. August 2019, 00:15 | #1

    Griechenland will fortan konsequent die Kosten im öffentlichen Gesundheitssystem an Ausländer erbrachter medizinischer Leistungen beitreiben.“ – Hm, medizinische Leistungen kosten natürlich Geld, deren Beitreibung aber auch. Mal sehen was das Milchmädchen zu der Rechnung sagt.

    GR hat Größenordnung 20 Mio Touristen pro Jahr. Diese bleiben im Schnitt 5 Tage macht 100 Mio Touristentage oder einen durchschnittlichen Bevölkerungszuwachs von 270.000 (Touristen). Das sind 2-3% mehr Patienten für das Land. Diese werden sich im Urlaub sicherlich meist kleine Wehwechen heilen lassen, schwerwiegende Behandlungen aber eher zuhause machen. Auch würden sie kaum auf die Idee kommen, Zahnärzte zu konsultieren oder teure Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitschecks durchzuführen. Kurz, die Kosten dürften kaum 1% der nationalen Gesundheitskosten ausmachen, eher weniger.

    Nun ist aber GR das Land mit dem kleinsten Verwaltungsapparat (pro Kopf der Bevölkerung) in der gesamten OECD. Es könnte also passieren, dass für die „Beitreibung“ des 1% die zu kleine Verwaltung entsprechend aufgebläht werden muss. Die Einsparung könnte tatsächlich infinitesimal (= gaaanz klein) oder am Ende gar teuer wird.
    Dagegen ist die Überrasschung und Erleichterung eines ausländischen Patienten in der Notaufnahme, wenn er erfährt, dass er nichts bezahlen muss, unbezahlbar. Aber seine Dankbarkeit läßt sich nun mal nicht in Wählerstimmen verwandeln. Der Neid und der Geiz der gequälten Griechen schon. Selbst wenn es für sie am Ende teurer wird.

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