Kommission zur Aufhebung der Kapitalkontrollen in Griechenland

29. August 2019 / Aufrufe: 385

Die Europäische Kommission begrüßt die Aufhebung der noch verbliebenen Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland ab dem 01 September 2019.

Chef-Pressesprecherin Mina Andreeva der Europäischen Kommission erklärte, die Kommission begrüße den Entschluss der griechischen Regierung zur Aufhebung der Kapitalkontrollen im griechischen Banksystem.

Die völlige Aufhebung der in Griechenland im Juni 2015 verhängten Kapitalkontrollen beziehungsweise die nach den in letzter Zeit erfolgten schrittweisen Lockerungen noch verbliebenen Beschränkungen im Kapitalverkehr mit Wirkung ab dem 01 September 2019 gab jüngst Premierminister Kyriakos Mitsotakis im Parlament bekannt.

Vertrauen in Griechenlands wirtschaftlichen Aufschwung

Von der Zyprischen Nachrichtenagentur um einen Kommentar zu der Bekanntmachung aus Athen gebeten, erklärte Mina Andreeva konkret, „es liegt bei den griechischen Behörden, in Zusammenarbeit mit den internationalen Organisationen und gemäß der vereinbarten ‚Roadmap‘ Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzstabilität zu beschließen und zu ergreifen„.

Weiter meinte und endete sie: „Wir begrüßen die Ankündigung der griechischen Regierung, ab dem 01 September 2019 seien alle verbliebenen Kapitalverkehrskontrollen aufzuheben. Dies ist ein signifikanter Meilenstein und ein weiteres Anzeichen dafür, dass das Vertrauen sich weiterhin auf den wirtschaftlichen Aufschwung Griechenlands stützt.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    29. August 2019, 14:49 | #1

    Wir begrüßen die Ankündigung der griechischen Regierung, ab dem 01 September 2019 seien alle verbliebenen Kapitalverkehrskontrollen aufzuheben.
    Und was meint Mario Draghi dazu? Schließlich hat er die Kapitalverkehrskontrollen ausgelöst, um das mit überwältigender Mehrheit des Athener Parlaments beschlossene Referendum finanzpolitisch zu beeinflussen. Was ja ordentlich in die Hose ging. Die unverhohlene Diktatur des Kapitals wurde von der griechischen Demokratie abgestraft. Die gewaltige Finanzwelt des fEUdalismus griff ein kleines Land an und dessen Volk schlug zurück. Ja und, dachte man außerhalb GRs. Denn das Ausmaß der Beschädigung der EU durch diesen Schlagabtausch wurde zwar diskutiert aber vom embedded journalism konsequent heruntergespielt.
    Anders sahen es die Bänker selbst. Deren Bewertung formulierte Albert Edwards, Global Strategist bei Société Générale Paris, im Juli 2015 folgendermaßen: „…this could now tip the balance for the UK’s in/out referendum on EU membership…“ (siehe Wiki: Rückwirkung auf die EU).
    Eine kristallklare Analyse, nicht wahr, Herr Draghi! Und schade, die Briten kann man mit der EZB nicht unter Druck setzen. Ohne € keine Kapitalverkehrskontrolle. Der britische fEUdalimus versuchte daraufhin das Referendum hinauszuzögern, zu verhindern. Schließlich, im Juni 2016 reagierte die britische Demokratie … genau wie die griechische. Der fEUdalismus verlor den Boden unter den Füßen und eine Verzweiflungstat folgte der anderen. Zunächst sollte eine EU-Befürworterin das Land umstimmen, vergebens. Dann sollte ein verrückter EU-Gegner den BREXIT diskreditieren. Aber mir scheint, auch das geht in die Hose. Der Premierminister macht clevere Schachzüge. Er spannt die durch die demokratische Verfassung gebundene Königin ein und das Parlament aus. Dabei beruft er sich lediglich auf das Referendum … . Demokratie eben. Mal sehen, ob er kippt, wie Tsipras.

    Vielleicht ist es Zufall, vielleicht System. Der fEUdalismus wird am deutlichsten in den Ländern abgelehnt, in denen sich die Demokratie am frühesten entwickelte. In GR seit der Antike und ab 1821, in England seit dem Hochmittelalter.

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