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Griechenland hat dritthöchste Immobiliensteuern der EU

10. August 2019 / Aktualisiert: 19. August 2019 / Aufrufe: 697

Im Vergleich zu den übrigen Ländern der EU erhebt Griechenland derzeit die dritthöchste Besteuerung des Immobilienvermögens.

Die jüngst beschlossene Senkung der Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer (ENFIA) in Griechenland um durchschnittlich 22% ist willkommen, sie wird den Haushalten Luft verschaffen, jedoch ist offensichtlich, dass sie von sich allein nicht ausreicht um dem Bauwesen einen Antrieb zu verleihen, geschweige denn die Fakten zu ändern, die Griechenland auf das dritte Treppchen mit der höchsten Immobilienbesteuerung in Europa bringen.

In die Krise eintretend beliefen sich in Griechenland gemäß den Messungen der Europäischen Kommission die Steuern auf das Immobilienvermögen auf 0,8% des BIP. 2017 erreichte die Belastung 2,7%, und so sehr auch das BIP in diesen Jahren gesunken sein mag, ist offensichtlich, dass für diese Explosion der Steuern die Behandlung der Immobilien als … goldene Eier legende Gans verantwortlich ist.

ENFIA kam Griechenlands Immobilienmarkt teuer zu stehen

Die Griechen werden praktisch etwas niedriger als die … Franzosen und Briten belastet, die in der einschlägigen Rangordnung die beiden ersten Positionen halten, ohne dass natürlich der geringste Vergleich mit dem Pro-Kopf-BIP der drei Länder und der Kaufkraft ihrer Bürger erfolgen kann. Sehr enthüllend ist auch die entsprechende Erhebung – Studie der Tax Foundation, wo sich zeigt, dass Griechenland 8,1% seiner Einnahmen aus den Vermögenssteuern sammelt und damit nur hinter dem Vereinigten Königreich, Luxemburg und Frankreich bleibt. Der … Schuldige an dieser Steuerexplosion ist hauptsächlich die ENFIA, während auch die berüchtigte „DEI-Abzocke“, sprich die unvergessene „Außerordentliche Einheitliche Abgabe auf elektrifizierte Immobilien“ (EETIDE) vorausgegangen war.

Die jüngste Analyse des „Instituts für Wirtschafts- und Industrieforschung“ (IOBE) ist außerordentlich enthüllend. Der Absturz der Immobilienpreise in Griechenland nach dem Ausbruch der Krise fällt mit dem negativen Verlauf des BIP zusammen. Bis zum zweiten Quartal des Jahres 2011 waren die Preise der Neubauwohnungen im Vergleich zu dem entsprechenden Quartal des Jahres 2007 um 10,2% zurückgegangen, während in der selben Periode das BIP um 17,7% gesunken war. Die Auswirkung des Rückgangs des BIP auf die Immobilienpreise scheint somit beschränkt gewesen zu sein.

Ab Anfang 2012 und nach der Verhängung der Steuer auf die elektrifizierten Immobilien (EETIDE) ging jedoch das BIP gegenüber den Immobilienpreisen mit einer eindeutig niedrigeren Intensität zurück. Der Rückgang bei den Preisen scheint sich genau nach dem dritten Quartal des Jahres 2011 zu beschleunigen, da in Kombination mit der Minderung der Einkommen und der zugespitzten Ungewissheit in der Wirtschaft die Verhängung der zusätzlichen Besteuerung auf das Immobilieneigentum dessen Preise negativ beeinflusste.

Mit dieser signifikanten Auswirkung auf die Preise und die Investitionserträge der Immobilien beschleunigten EETIDE und ENFIA die Rezession der griechischen Wirtschaft, dabei die Konsumausgaben und die Investitionen in Wohnungen mindernd. Ebenfalls trugen sie auch wegen der abrupten Progressivität der Immobilienbesteuerung zum Einfrieren des Immobilienmarkts bei und verhinderten die Normalisierung des Konsums unter Verwendung von Ersparnissen in einer Periode tiefer Rezession, Schwierigkeiten bei der Zahlung von Steuern und Zunahme der problematischen Kredite.

Die heutigen Gegebenheiten bei der ENFIA in Griechenland

Und wir gelangen beim Heute an. Marktfaktoren betonen grundsätzlich, die sich in Griechenland auf den diesjährigen Steuerbescheiden abzeichnen werdende Steuersenkung betreffe nicht die Immobilien der juristischen Personen, was ganz einfach bedeutet, dass die Unternehmen genau die selbe Belastung wie 2018, also etwa 450 Mio. Euro haben werden.

Auf der anderen Seite wird eingeschätzt, dass die erneute „Einfrierung“ der Mehrwertsteuer auf Neubauten und der sogenannten Zugewinnsteuer die Verzerrungen korrigieren wird, die sich auf dem Immobilienmarkt zu entwickeln scheinen – mit himmelschreiendster den Anstieg der Preise bei den Immobilien von vor 2006, die bekanntlich nicht mit MwSt. belastet sind. Wie Immobilienmakler sogar charakteristisch meinen, kaufen in Griechenland dieser Periode überwiegend Chinesen, Araber und Bürger des ehemaligen Ostblocks Neubauten um das „Goldene Visum“ sicherzustellen.

(Quelle: sofokleous10.gr, Auszug ohne einschlägige Diagramme der Quelle)

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