Signifikante Änderungen bei Immobilien in Griechenland

30. Juli 2019 / Aufrufe: 1.073

Das erste unter der neuen Regierung Griechenlands verabschiedete Steuergesetz bringt wesentliche Änderungen bei der Immobilienbesteuerung.

Der von der neuen Regierung Griechenlands dem Parlament vorgelegte Entwurf zum Steuergesetz, der am 30 Juli 2019 im Plenum debattiert werden soll und voraussichtlich ohne weitere Modifizierungen ratifiziert werden wird, umfasst signifikante Änderungen bei der Besteuerung von Immobilien.

Mit den in dem neuen Gesetz umfassten Änderungen sind vorgesehen:

  1. „Einfrierung“ der MwSt. bei den Übertragungen von Neubauimmobilien für drei Jahre,
  2. Aussetzung der sogenannten Zugewinnsteuer bei den Immobilientransaktionen für weitere drei Jahre,
  3. Steuernachlässe in Höhe von 40 – 50 % der Aufwendungen für energetische, funktionelle und ästhetische Aufwertungen von Immobilien.

Mehr Änderungen bei Immobilien in Griechenland ab September 2019

Was Immobilien in Griechenland betrifft, wird besagtes Gesetz der erste „Band“ wesentlicher Änderungen sein, die im September 2019 mit einem zusätzlichen Steuergesetzentwurf vollendet werden sollen, der sich auf die vollständige „Elektronisierung“ des Prozedere der Kapitalbesteuerung, die weiteren Eingriffe bei der ENFIA (vielleicht auch eine Spezifizierung der einschlägigen Besteuerung eventuell in Form einer Kodifizierung / Gestaltung von Staffelungen), sowie auch die Rationalisierung der Geldstrafen für die Nichteinreichung oder fehlerhafte Anführung bei den ENFIA-Deklarationen bezieht.

Vor der Vorlage der Steuergesetzvorlage im Parlament hatte der Staatssekretär im Finanzministerium, Apostolos Vesyropoulos, am 25 Juli 2019 ein Treffen mit dem Koordinationsausschuss der Notarvereine Griechenlands, der um die Begegnung ersucht hatte. Bei dem Treffen wurden Themen in Zusammenhang mit der Erhebung der sogenannten „Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) und den Verzerrungen bei ihrer Umsetzung, Themen, die sich auf die Ausstellung der einschlägigen Bescheinigungen beziehen und die bei dem Verfahren ihrer Kontrolle und Verwendung durch die Notare in den Übertragungsverträgen auftreten, aber auch die Einschränkung der Hürden bei den Immobilienübertragungen erörtert.

Erwerb von Immobilien in Griechenland soll simplifiziert werden

Es sei angemerkt, dass die „Unabhängige Behörde für Öffentliche Einnahmen“ (AADE) den Notaren jüngst die Plattform präsentiert hatte, mittels derer die Deklarationen zur Immobilientransaktionssteuer elektronisch eingereicht werden sollen. Die Plattform ist fast fertig und gemäß dem Zeitplan wird erwartet, dass sie im September 2019 in Betrieb genommen wird. Sie wird es all Jenen erheblich leichter machen, die Immobilien erwerben, die sie ihnen die Bürokratie, die große Menge an Unterlagen und das Warten in den Schlangen beim Finanzamt ersparen und parallel der AADE die Durchführung effizienter Kontrollen bei den Immobilientransaktionen gestatten werden wird.

Wenn das neue System in Betrieb genommen wird, wird das Verfahren zur Übertragung einer Immobilie im Büro des Notars beginnen und vollendet werden. Was bedeutet, dass der zum Kauf einer Immobilie schreitende Steuerpflichtige sich nicht zur DOY begeben zu braucht um die Deklaration und die erforderlichen Unterlagen einzureichen, da die Erklärung zur Immobilientransaktionssteuer von dem Notar elektronisch im TAXISnet-System erstellt und eingereicht werden und die Prüfung der Angaben automatisch durch das System erfolgen wird.

Automatisch kontrolliert werden wird auch, ob die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Transaktionssteuer erfüllt werden, wobei das einzige von dem Steuerpflichtigen Geforderte ist, dem Notar eine aktuelle Familienstandsbescheinigung beizubringen.

(Quelle: capital.gr, Autorin: Nena Malliara)

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