Neue Empfehlungen des IWF an Griechenland

16. Juli 2019 / Aufrufe: 347

Der Internationale Währungsfonds macht in Griechenland unter anderem Gefahren aus dem Umsturz bereits 2011 eingeleiteter Reformen auf dem Arbeitsmarkt aus.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) Fonds sieht Gefahren aus dem Umsturz von Reformen auf Griechenlands Arbeitsmarkt. Weiter verzeichnet er den Fortschritt und verlangt unter anderem eine Beschleunigung von Reformen, Stärkung des Wettbewerbsausschusses und Suche nach flexibleren Politiken im Beschäftigungswesen.

In seinem Bericht in Artikel 4, worin der IWF die in der Eurozone umgesetzten Politiken untersucht, empfiehlt er Griechenland eine weitere Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und Stärkung des Wettbewerbs.

Griechenland soll Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt stärken

Der IWF unterstreicht, Prioritäten für Griechenland seien die Stärkung der Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, die Verbesserung der Wettbewerbsverhältnisse auf den Dienstleistungs- und Produktmärkten und die weitere Verbesserung im unternehmerischen Umfeld.

Beschäftigungswesen

Bezüglich des Beschäftigungswesens unterstreicht der Fonds, die grundlegenden Reformen des Jahres 2011 seien 2018 mit der Erhöhung des Mindestlohns um 10,9 % und der Abschaffung des reduzierten Mindestlohns für unter 25 Jahre alte Arbeitnehmer gekippt worden. Diese Umstürze verstärken die Risiken für den Aufschwung des Arbeitsmarkts und die Wettbewerbsfähigkeit.

Produktmärkte

Der Fonds verzeichnet auf diversen Sektoren einen Fortschritt, wie es die teilweise Liberalisierung von Berufen, die Modernisierung bei der Dokumentierung der öffentlichen Projekte und die Lockerung von Handelsbeschränkungen sind. Obwohl die gesetzliche Umsetzung von Empfehlungen in grundlegenden Branchen signifikant vorangeschritten ist, bleibt die Realisierung schwach.

Unternehmerische Umfeld

Der IWF verzeichnet einen Fortschritt bei der Genehmigung von Unternehmen, betont jedoch, grundlegende Sektoren bleiben außerhalb der neuen Gesetzgebung.

Was der IWF Griechenland „empfiehlt“

Der IWF empfiehlt Griechenland, nach flexibleren Arbeitsmarktpolitiken zu suchen, was das Vorherrschen der Firmenverträge gegenüber den Branchentarifverträgen bei der Gestaltung der Löhne umfasst, damit sie die in jedem Unternehmen herrschenden speziellen Umstände reflektieren. Ebenfalls werden transparente Abläufe und periodische Revisionen des Systems kollektiver Verhandlungen empfohlen.

Parallel merkt der Fonds an, es müsse eine Beschleunigung bei den Reformen zur Senkung der Nicht-Lohnkosten geben (wobei er sich konkret auf Steuerpolitik und Finanzierungskosten der Unternehmen bezieht). Er empfiehlt ebenfalls die erneute Untersuchung des Systems der „geschlossenen“ Berufe, damit möglichen Problemen bei dem Wettbewerb und der Gestaltung der Preise begegnet wird.

Der Internationale Währungsfonds legt Griechenland ebenfalls die erneute Untersuchung der Gesetzgebung auf dem Produktmarkt und die Stärkung des Wettbewerbsausschusses nahe. Parallel empfiehlt er eine weitere Verbesserung bei der Genehmigung von Investitionen und eine Ausweitung des Anwendungsfelds der neuen Gesetzgebung auch auf neue Bereiche.

(Quelle: euro2day.gr)

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