Kommission zeigt Griechenland Gelbe Karte

5. Juni 2019 / Aktualisiert: 05. Juni 2019 / Aufrufe: 323

Griechenlands Gläubiger sind wegen der von Alexis Tsipras ausgelobten Leistungen sowie auch einer Reihe diverser Misserfolge beunruhigt.

Am heutigen Mittwoch (04 Juni 2019) wird das Urteil der Gläubiger Griechenlands und konkreter der Europäischen Kommission gegenüber dem vor Ostern 2019 von Premierminister Alexis Tsipras angekündigten (Leistungs-) Paket erwartet.

Laut den vorliegenden Informationen wird in dem Bericht, der heute veröffentlicht werden soll, die Gelbe Karte gezeigt und von Griechenland verlangt werden, präventive Maßnahmen zu ergreifen, damit sowohl in diesem, aber auch im nächsten Jahr die Zielvorgabe für einen jährlichen Primärüberschuss von 3,5% erreicht wird.

Griechenlands Gläubiger rechnen mit „Loch“ von fast 5 Mrd. Euro

Die Europäer „sehen“ für 2019 und 2020 eine „fiskalische Lücke“ der Größenordnung von insgesamt 2,5%, welche Zahlen – wenn sie sich bewahrheiten – Schwindel erregen, da sie sich auf 4,75 Mrd. Euro summieren (1,9 Mrd. Euro für 2019 und 2,85 Mrd. Euro für 2020).

Der besagte Bericht ist für Griechenland überhaupt nicht schmeichelhaft, da auch eine Reihe von Misserfolgen beobachtet werden, wie Verzögerungen im Vorantreiben der Reformen, bei den Privatisierungen, bei der Tilgung der fälligen Verbindlichkeiten des Fiskus an den (inländischen) privaten Sektor und der praktisch nicht existierende Fortschritt im Thema der Liberalisierung des Energiemarkts.

Bei den Gläubigern herrscht jedenfalls Beunruhigung angesichts des Umstands, dass es in Griechenland derzeit praktisch keine Regierung gibt und es bestenfalls erst nach dem 10 Juli 2019 wieder eine geben wird. Zur selben Zeit folgt ein Aufschub dem anderen (siehe Neue Frist für Steuererklärung 2019 in Griechenland), was bedeutet, dass an der Front der öffentlichen Einnahmen kein besonderer Optimismus existiert, die Zielvorgaben für das Jahr 2019 erreichen zu werden.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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