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Anstatt Griechenlands rettete der IWF Europas Banken

23. Mai 2019 / Aktualisiert: 25. Mai 2019 / Aufrufe: 411

Der IWF gesteht ein, dass er in Griechenland falsch vorging, jedoch die europäischen Banken rettete.

Mit einer „Benotung“ der Leistung seiner eigenen Programme versucht der Exekutiv-Rat des Internationalen Währungsfonds (IWF) das Programmplanungsverfahren mit dem hören Ziel neuzugestalten, die in Ländern wie Griechenland erfolgten Fehler zu vermeiden.

Im Rahmen dieser Bewertung des Verlaufs der von 2008 bis 2017 realisierten Programme stellt der Exekutivrat des Fonds in etlichen Fällen signifikante Verfehlungen und Unterlassungen fest. In dem einschlägigen Bericht gibt es sogar wiederholte Bezugnahmen auf Griechenland, die laut der Nachrichtenagentur ANA-MNA hervorheben:

  • Die falsche Weise der Tangierung im anfänglichen Stadium des Problems der Tragfähigkeit der griechischen Verschuldung.
  • Den der fiskalischen Angleichung verliehenen unverhältnismäßigen Nachdruck.
  • Die überoptimistischen Einschätzungen bezüglich der makroökonomischen Größen.

Tragfähigkeit der Verschuldung Griechenlands und verzögerter „Schnitt“

Es ist anzumerken wert, dass der IWF zum ersten Mal mit Klarheit den Umstand hervorhebt, dass die Verzögerung der Umschuldung der griechischen Verschuldung buchstäblich als Rettungsring für die Banken der Eurozone wirkte, da in den beiden entscheidenden Jahren 2011 – 2012 unser Land Anleihen im Wert von 50 Mrd. Euro tilgte, die sich größtenteils in der Jurisdiktion europäischer Banken befanden.

In dem Bericht wird sogar betont, dass die Verzögerung der Umschuldung sowohl die Aufschwungsperspektiven der griechischen Wirtschaft als auch die Effizienz des 2012 erfolgten „Schuldenschnitts“ (PSI) als solchen untergrub. Wie der Bericht des IWF charakteristisch anmerkt, lag die konkrete Entwicklung an den Ängsten bezüglich einer summarischen Ausbreitung der Krise in der Eurozone, was jedoch letztendlich nicht vermieden wurde.

Hinsichtlich des Themas der Tragfähigkeit der griechischen Verschuldung ruft der Fonds in Erinnerung, für unser Land im Jahr 2010 einen Mammut-Kredit in Höhe von 30 Mrd. Euro bewilligt zu haben. Die konkreten Mittel waren verfügbar geworden, obwohl der IWF unter den damaligen Umständen die Tragfähigkeit der Verschuldung nicht zu bescheinigen vermochte. Aus diesem Grund war eine Änderung beim Rahmen der einschlägigen Regeln mittels der Hinzufügung der „systemischen Ausnahme“ nötig geworden, die dem Fonds gestattete, die Klippe der Tragfähigkeit mittels der Geltendmachung der Gefahr bezüglich der allgemeinen Ausbreitung der Krise zu umgehen. Diese die Tür zu einer Beteiligung des Fonds öffnende Ausnahme bot praktisch den Luxus der Zeit, die zur Verzögerung der notwendigen Umstrukturierung führte.

Überoptimistische Prognosen und unterbewertete Auswirkungen

Mit einem Eingeständnis „übertrieben optimistischer Prognosen“ erkennt der IWF an, dass die konkreten Einschätzungen dazu führten, dass die Auswirkung unterschätzt wurde, welche die fiskalische Angleichung auf das Wachstum und den Kurs des Landes haben werden würden. Hätten sich jedoch die Prognosen des Fonds auf eine realistischere Basis gestützt, hätte der IWF die sofortige Umschuldung als grundlegende Voraussetzung für seine Beteiligung an dem griechischen Programm gestellt.

„Rote“ Kredite bleiben für Griechenland eine offene Herausforderung

Trotz des Umstands, dass sich im Mittelpunkt der Programme des IWF die Finanzstabilität befand, merkt der Bericht des Fonds an, der Anteil der nicht bedienten Kredite sei in einer Reihe von Ländern wie Griechenland, Zypern, Portugal und Irland im Durchschnitt um 10,5% angestiegen. Wie er betont, begann der Anteil der nicht bedienten Kredite in Portugal und Irland erst nach der Vollendung der Programme zurückzugehen, während das konkrete Thema für Griechenland und Zypern eine weitere offene Herausforderung bleibt.

Aus dem Beispiel dieser Länder schöpft der IWF die Lehre, dass die Reduzierung der nicht bedienten Kredite während der Dauer der Realisierung der Programme eine Reihe von Herausforderungen beinhaltet.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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