Krise in Griechenland „fraß“ über 180000 Unternehmen

26. April 2019 / Aufrufe: 331
Einen Kommentar schreiben Kommentare

In Griechenland schlossen in den Krisenjahren 182.694 mittelständische Unternehmen.

Laut dem Bericht 2019 des Instituts für Kleinunternehmen des Zentralverbands Gewerbetreibender Handwerker und Kaufleute (IME – GSEVEE) führte in Griechenland die Krise ab 2008 bis 2016 zur Schließung von mehr als 180.000 kleinen und mittleren Unternehmen.

Es wird veranschlagt, dass von 2008 bis 2016 über 182.694 mittelständische (im wesentlichen Handels-) Unternehmen „verschwanden“, was eine Minderung der Größenordnung von 28,36% darstellt. Von 644.051 Unternehmen im Jahr 2008 nahm ihre Anzahl auf 461.357 im Jahr 2016 ab, während parallel der Anteil der bis vier Personen beschäftigenden Kleinunternehmen an der Summe der Unternehmen zurückging.

Griechenlands Kleinunternehmen zeigen bemerkenswerte Dynamik

Die Minderung der Unternehmen hatte eine klare Auswirkung auf die Beschäftigung, die in den besagten neun Jahren um 17% zurückging, wobei der Verarbeitungssektor die größte Schrumpfung erlitt. Was die Lage im Gewerbe betrifft, hebt sich als vorherrschende Tendenz die Minderung der Arbeitgeber mit Personal und die Zunahme der Lohnabhängigen und Selbständigen hervor.

In dem in Rede stehenden Bericht ist die Präsentation einer Meinungsumfrage umfasst, die unter Verantwortung des IME GSEVEE in Zusammenarbeit mit der MARC SA an einem stellvertretenden Muster kleiner und sehr kleiner Unternehmen durchgeführt wurde. Aus der Analyse der Fakten geht hervor:

  • 4 von 10 Unternehmen (38,8%) haben in den letzten drei Jahren irgend eine Art von Innovation für ein neues Produkt oder eine Dienstleistung oder / und die Organisation des Unternehmen oder / und die Extroversion entwickelt.
  • 2 von 10 Unternehmen (19,5%) haben irgend eine Art von Kooperation mit anderen Unternehmen für gemeinsame Belieferungen mit Produkten / Dienstleistungen oder / und gemeinsame Promotion, Marketing oder / und gemeinsame Lager entwickelt.
  • 1 von 6 Unternehmen (16,7%) exportiert irgend einen Anteil seiner Produkte oder Dienstleistungen in andere Länder.

Opfer der Krise in Griechenland sind die Investitionen

Während Griechenlands kleine und sehr kleine Unternehmen eine bemerkenswerte Dynamik zeigen, scheinen signifikante Hürden bestehen zu bleiben. Als grundlegende Schlussfolgerung stellt der Bericht fest, Opfer der Krise seien die öffentlichen und privaten Investitionen, während unter den Hauptbefunden angeführt wird:

  • Die aus der Krise herrührenden Kosten belasteten am meisten die von dem GSEVEE vertretenen Unternehmen.
  • Charakteristische Beispiele struktureller Probleme sind der Liquiditätsmangel und die schwachen Finanzierungsinstitutionen für jedweden Versuch der griechischen Wirtschaft, sich zu erholen.
  • Die Politik der Handhabung der Krise begegnete nicht nur nicht den chronischen strukturellen Problemen der griechischen Wirtschaft, sondern führte zu einer Verschärfung von diesen.

(Quellen: dimokratianews.gr, IME GSEVEE)

  1. Ialliniunana
    27. April 2019, 08:32 | #1

    … und wir wußten alle schon zu Beginn des von Brüssel auferlegten Programms, daß dies passieren würde! Das Programm der letzten Jahre war nicht darauf ausgelegt, den griechischen Bürgern oder gar den Unternehmen, welche Arbeitsplätze schaffen, zu helfen, sondern das Land auszubeuten und an reiche ausländische Firmen und Investoren zu verscherbeln! Aber es gibt eben keine „Volksvertreter“ mehr! Wann begehrt das Volk auf?

  1. Bisher keine Trackbacks

Hinweis: Kommentare werden erst nach Freischaltung durch einen Administrator sichtbar.
Bitte beachten Sie die Hinweise und Regeln bezüglich der Abgabe von Leserkommentaren.