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Profitierte Griechenland von der EU?

14. November 2018 / Aufrufe: 632

Profitierte Griechenland letztendlich von der Europäischen Union?

In Osteuropa bezahlten sie ihren Sozialismus in bar. Ihre Armut war von Anfang an offenkundig. Die Austerität war relativ allgemein, einheitlich und kontinuierlich. In Griechenland hatten wir jedoch die Möglichkeit, eine sozialistische Produktion und einen kapitalistischen Konsum zu haben.

Der Transfer von Mitteln aus der Europäischen Union und die mit dem Übergang zum Euro möglich gewordene überdimensionale Verschuldung gaben einer politischen Klasse, deren Tage eigentlich schon vorüber waren, die Möglichkeit, ihren Einfluss und ihre Macht in der griechischen Gesellschaft zu steigern.

Die EU schuf in Griechenland eine fiktive Realität

Für Griechenland war die Europäische Union das, was das Erdöl für Venezuela war. Sie schuf eine fiktive Realität, in welcher der Etatismus nicht nur einfach möglich, sondern politisch die einzige realistische Option war. Jeder Politiker, der was auch immer von liberalen Reformen zu stammeln wagte, verschwand von der politischen Bühne.

Die leichte Aufnahme von Krediten und die europäischen Mittel schufen eine neue politische Klasse, die von den Folgen der von ihr umgesetzten Politiken abgeschnitten worden war. Die öffentliche Verschuldung, über die in letzter Zeit so viel geredet wird, ist nichts anderes als die Quantifizierung der Differenz zwischen unseren Ansichten bezüglich der Realität und der Realität als solchen. Der Populismus blühte, weil er praktisch zu einer schwer subventionierte Aktivität wurde.

Die bittere Wahrheit ist, dass das politische System PASOKifiziert wurde. Diese PASOKifizierung war jedoch nicht der Grund des Verfalls, sondern eins seiner Resultate. Der Grund des Verfalls ist die politische Wirtschaft der europäischen Hilfe, die der politischen Klasse gestattete, geschlossene und parasitäre wirtschaftliche und politische Institutionen zu schaffen.

Griechenland wurde europäisch …

Spezieller in der Periode unter Simitis war relativ erfolgreich der Eindruck vermittelt worden, Griechenland werde ein modernes europäisches Land. Die neuen Brücken, die Häfen, die Straßen und damit zusammen die großen Kaufhäuser schufen die Illusion der Modernisierung. Gleichzeitig verkündete der damalige Premierminister auch seinen Glauben an den Etatismus und erklärte: „Wir wollen nicht zu Irland werden.“ Die europäischen Mittel und unsere Verschuldung machten uns Glauben, Etatismus und Modernisierung könnten miteinander kombiniert werden.

Die einzige Überraschung der achtjährigen Krise war das völlige Fehlen von Überraschungen. Bisher hat die politische Klasse Athens / Brüssels genau so reagiert, wie zu erwarten war, dass ein politisches Establishment reagiert, das als erste Priorität die Erhaltung des wirtschaftspolitischen Systems hat, das ihm zum Aufstieg verhalf.

Die griechischen Regierungen und die Troika schufen ein Programm, in dem der Bankrott des Staats ein Bankrott des privaten Sektors wurde. Es mögen Kürzungen bei den Ausgaben erfolgt sein, die Priorität in den Jahren der Krise ist jedoch die steuerliche Ausrottung des privaten Sektors.

(Quelle: dimokratianews.gr, Autor: Napoleon Linardatos, Bankier in New York)

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