USA wollen mehr Basen in Griechenland

15. September 2018 / Aufrufe: 986

Laut einer Reportage der WSJ wurden zwischen USA und Athen sondierende Gespräche über die Ausweitung der amerikanischen Militärpräsenz in Griechenland aufgenommen.

„Offiziellen“ zufolge, auf die sich die amerikanische Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) beruft, soll das amerikanische Militär sich in „vorbereitenden“ Gesprächen mit Athen befinden, welche die Ausweitung seiner Präsenz in Griechenland einschließlich der Nutzung weiterer Luftwaffen- und Marinestützpunkte zum Gegenstand haben.

Laut den selben Amtsträgern sind die Gründe, aus denen Griechenland eine „attraktive Region“ darstellt, sowohl geopolitischer als auch geographischer Natur.

Nutzung griechischer Militäreinrichtungen und vorläufige Stationierungen

Wie in dem besagten Artikel betont wird, befinden sich aus politischer Sicht die griechisch-amerikanischen Beziehungen in einem Höhepunkt, wobei beide Länder Beunruhigen über die Türkei zum Ausdruck bringen.

Aus geographischer Sicht hat Griechenland während des ganzen Jahres ideales Wetter für Ausbildungsflüge und beherbergt sowohl griechische als auch Militärstützpunkte der NATO. Das wichtigste für die USA ist jedoch, dass – wie die Amtsträger betonen, die laut der WSJ neulich Griechenland besuchten – sowohl die griechische Regierung als auch die Opposition sich für eine solche Möglichkeit aufgeschlossen zeigen.

Die selben amerikanischen Amtsträger stellen eine Gelegenheit zur Ausweitung der Nutzung der griechischen Militäreinrichtungen und Stationierung noch mehr Militärs auf vorläufiger Basis fest. „Die Geographie Griechenlands und die Gelegenheiten hier sind recht bedeutend„, erklärte General Joe Dunford gegenüber den Journalisten, die ihn bei seinem Besuch begleiteten, und verwies auf die Nähe Griechenlands zu den Operationen der USA in Syrien und Nordafrika.

Panos Kammenos lobt Beziehungen zwischen USA und Griechenland

Wie die WSJ berichtet, sind die unter der Leitung des Generals Curtis Scaparrotti geführten Gespräche sondierend und umfassen keine Vorschläge bezüglich einer dauerhaften Stationierung von Militär oder Ausrüstung. Weiter wird klargestellt, dass die amerikanischen Pläne in Bezug auf Griechenland nicht darauf abzielen, die Präsenz der USA im Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei zu substituieren oder auszugleichen.

In dem Artikel wird auch auf jüngste Erklärungen des griechischen Verteidigungsministers Panos Kammenos Bezug genommen, der aus Thessaloniki „die griechisch-amerikanischen Beziehungen lobte„. „Wir werden zusammen in die Zukunft voranschreiten“, erklärte Panos Kammenos und fügte an, „die Verteidigungs-Kooperation wird ausgeweitet und das hilft Griechenland, es zu einem strategischen Partner im Mittelmeer zu machen„.

(Quellen: dikaiologitika.gr, wsj.com)

  1. Jannis
    15. September 2018, 18:28 | #1

    Ob man als „strategischer Partner“ mit den USA zusammen „in die Zukunft voranschreiten“ kann, mag bezweifelt werden. Und ob sich nach einer möglichen Aufgabe Incirliks nicht doch Begehrlichkeiten nach einem Atomwaffenstützpunkt auf griechischen Boden einstellen, ist wohl nicht auszuschließen. Wie weit sich Griechenland dagegen sperren kann, wird sich zeigen. Schließlich hatten die USA schon einmal (in den Jahren 1967 – 1974) starke Argumente (und willige Helfer), ihre Interessen gegen die Interessen des griechischen Volkes durchzusetzen.

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